Priceline Park Plaza Amsterdam Airport Priceline
Stell dir vor: Du sitzt im Flieger, die Knie schon an der Vordersitzlehne, dein Nacken fühlt sich an wie ein verkrümmter Bügelbügel – und du weißt: Morgen früh um sechs geht es weiter. Nicht nach Hause, sondern in eine andere Stadt, ein anderes Meeting, eine andere Mikrowellen-Mahlzeit. Genau da, in dieser perfekten Mischung aus Jetlag und Leere, begegnet dir das Phänomen Priceline Park Plaza Amsterdam Airport.
Ich schwöre dir: Dieses Hotel ist wie der freundliche, routinierte Taxifahrer, der dich von der Fußball-Kneipe abholt, wenn du zu tief ins Glas geschaut hast. Es macht keinen Ärger, es tut genau das, was es soll, und es verlangt nicht, dass du ihm einen guten Abend vorsingst. Es ist einfach da.
Der erste Eindruck ist immer: „Bitte, das ist ein Flughafen-Hotel?“ Man erwartet diesen muffigen Teppich aus den 80ern, dieses Weinen von Klimaanlagen und einen Kaffee, der nach Pappe schmeckt. Aber dann öffnet sich die Tür, und du stehst in einer Lobby, die aussieht wie das Wohnzimmer deiner reichen Tante aus Holland, die plötzlich einen Innenarchitekten engagiert hat. Große, weiche Sessel stehen da, ein Kamin flackert, obwohl es draußen regnet, und irgendwo riecht es nach frischen Waffeln und dieser undefinierbaren „Hotel-Luft“, die einfach nach Ruhe riecht. Es ist der Anti-Stress-Bunker, den du brauchst, wenn der letzte Ryanair-Flug gestrichen wurde und du nur noch ein Bett willst.
Der Priceline-Deal: Glücksspiel mit Kissen
Das witzige daran: Ich habe dieses Hotel nie direkt gebucht. Immer über Priceline. Du weißt schon, dieses „Name Your Own Price“-Ding, bei dem du wie ein Auktionator auf einem Trödelmarkt fühlst. Ich gebe 80 Euro ein, zucke mit der Maus, bete zu den Reisegöttern – und BAM, ich bin im Park Plaza. Es ist wie ein Glückskeks. Einmal habe ich für 70 Euro gebucht und dachte: „Das wird sicher die Abstellkammer neben dem Putzschrank sein.“ Stattdessen bekam ich ein Zimmer mit Blick auf die Landebahn. Klingt laut? Nein! Die Fenster sind so schalldicht, du hörst nicht mal, ob ein Jumbo-Jet landest oder dein Hotel nachdenkt. Es war so ruhig, dass ich meine eigene Atmung gehört habe. - Ein ungewohntes Gefühl, wenn man sonst mit Kindern und Hamster lebt.

Das Frühstück ist der zweite Akt der Komödie. Es ist ein Buffet der unbegrenzten Möglichkeiten, aber ich würde lügen, wenn ich sage, ich habe jemals etwas Gesundes gegessen. Stattdessen: Speck, Rührei, frische Brötchen mit diesem unverschämten holländischen Käse. Ich stehe da, im Bademantel (ja, man bekommt sogar einen Bademantel, als wäre man im Spa, nicht nur in einem Transit-Hotel!), und denke: „Das Leben ist doch schön.“ Und dann kommt der Zufallsfaktor: Der Holländer neben mir isst Brot mit Hagelslag – bunten Schokoladenstreuseln. Zum Frühstück! Ich fühle mich wie ein Alien, aber ein glücklicher Alien, der gerade ein Schnäppchen gemacht hat.
Der geheime Trick: Die Bar nach Mitternacht
Das wahre Herz des Park Plaza, das ist die Hotelbar nach 23 Uhr. Da sitzen sie dann: Geschäftsleute in Anzügen, die ihre Krawatten gelockert haben, Backpacker, die ihre Rucksäcke neben sich lehnen, und ein einsamer Typ, der einen Roman liest. Ich war selbst dieser einsame Typ. Man trinkt ein Grolsch (wann sonst trinkt man in den Niederlanden kein Heineken?), und es entstehen die besten, sinnlosesten Gespräche der Welt. Einmal habe ich mich mit einem Kanadier über die Philosophie von Pommes-Frites-Mayonnaise unterhalten. „In Kanada essen wir sie mit Essig“, sagte er traurig. Ich nickte weise, als hätte ich gerade ein Geheimnis der Freimaurer erfahren. Die Bar ist wie eine Seifenblase – schwebend, vergänglich und völlig realitätsfern.

Und dann gibt es noch den Shuttle-Bus. Ach, der Shuttle! Er fährt alle 15 Minuten zum Flughafen, aber innerlich denkst du: „Sollte ich nicht einfach laufen? Es sind nur 500 Meter.“ Aber du tust es nicht. Du steigst in den Bus, der nach Desinfektionsmittel und Koffer-Sorge riecht, und du fühlst dich wie ein König, der seinen Streitwagen nimmt. Einmal bin ich morgens um halb fünf den Weg gegangen. Es war kalt, es regnete, und mein Koffer rollte über eine Pfütze. Der Shuttle-Bus kam an mir vorbei, und ich winkte ihm wie einem verflixten Verräter zu. Nimm den Bus, sage ich dir. Nimm den Bus.
Am Ende verstehst du: Priceline Park Plaza Amsterdam Airport ist kein Urlaubsziel. Es ist der Rettungsanker. Es ist die Umarmung eines alten Freundes, der dich zwischen zwei Flügen auffängt. Du checkst ein, du schläfst wie ein Stein, du isst Hagelslag (wenn du mutig bist), und du gehst wieder. Aber du gehst mit einem Lächeln. Denn du hast für 80 Euro ein Zimmer bekommen, das in New York 400 kosten würde. Und du denkst: „Manchmal muss man einfach das Leben durchspielen – wie einen guten Poker-Deal.“ Und das Park Plaza? Das ist dein Ass im Ärmel zwischen zwei Flughäfen.
