Steigenberger Airport Hotel Frankfurt Shuttle Bus
Der Shuttle-Bus vom Steigenberger Airport Hotel: Eine Liebeserklärung an den Asphalt-Heiligen Gral
Okay, Leute. Setzt euch kurz hin. Ich muss euch etwas gestehen. Etwas, das in der Frankfurter Reise-Szene als gefährlich, ja fast ketzerisch gilt: Ich liebe den Shuttle-Bus des Steigenberger Airport Hotels.
Ich weiß, ich weiß. Normalerweise rollen alle mit den Augen, wenn sie ihn sehen. „Schon wieder dieses Ding“, murmeln die Business-Leute mit ihren Rollkoffern. Aber ich sage euch: Dieser Bus ist underrated. Er ist der unbesungene Held des Flughafengründels.
Stellt es euch vor: Ihr kommt aus der Ankunftshalle. Es ist drei Uhr morgens. Ihr seid müde, ihr riecht nach Flugzeug, und eure Nase ist komplett trocken von der klimatisierten Luft. Was seht ihr? Eine Schlange am Taxistand, die länger ist als der Eurotunnel.
Und dann rollt er an. Der Steigenberger Shuttle. Ein kleines, weißes Wägelchen. Oft mit einem Fahrer, der so entspannt guckt, als würde er gleich in Rente gehen.
„Aber es ist doch ein kostenloser Bus!“, ruft ihr jetzt vielleicht. Ja, genau das ist der Punkt! In einer Welt, in der alles etwas kostet – von Sitzplatzreservierungen bis zum zweiten Gepäckstück – ist dieser Bus die letzte kostenlose Revolution. Der Fahrer lädt euer schweres Gepäck ein. Ihr müsst nicht mal „Danke“ sagen (tut es aber trotzdem, seid keine Monster).
Klar, viele stöhnen über den Kurzstrecken-Hopping. „Nur zwei Minuten Fahrt, das kann ich auch laufen.“ Aber Leute, lauft mal nicht. Ihr habt den ganzen Tag auf einer Metallbank in einer Lounge gesessen, die nach einer Mischung aus Kerosin und Filterkaffee riecht. Gönnt euch die kleine Luxusfahrt! Setzt euch auf einen der Plastiksitze, atmet durch und lasst euch durch die Nacht chauffieren. Es ist wie eine Mini-Spritztour im Freizeitpark Frankfurt, nur ohne dass ihr extra zahlen müsst.

Und der Fahrer? Vergesst die grimmigen Taxifahrer, die über die Mautgebühren schimpfen. Die Fahrer dieses Busses haben einen Seelenfrieden, der mich jedes Mal beeindruckt. Sie kennen jede Bodenwelle. Sie grüßen. Manchmal pfeifen sie sogar leise. Ich hatte mal einen, der hat „Hotel California“ gesummt, während wir an der Flughafenfeuerwehr vorbeigurken. Magie, sage ich euch. Magie.
Ich kenne die üblichen Argumente gegen den Bus. „Zu voll!“ Ja, manchmal. Aber dann drückt man sich halt an die Fenster und menschhotelt sich durch. „Braucht ewig!“ Nein, tut es nicht. Er ist schneller als die S-Bahn und viel unterhaltsamer. Man kann in den zwei Minuten perfekt beobachten, wie jemand seinen Koffer mit dem falschen Rad über den Bordstein zieht. Gratis Comedy.

Vielleicht ist es auch die Ästhetik. Der Bus ist nie modern. Er ist nicht schick. Er ist der Underdog der Fahrzeuge. Während die Limousinen vor dem Hotel glitzern, steht der Shuttle-Bus da wie ein treuer alter Hund, der nur eins will: euch ins Bett bringen oder zum Frühstück. Und das Frühstück im Steigenberger ist legendär, das wisst ihr. Ohne den Bus würdet ihr verpasst, weil ihr euch auf dem Parkplatz verlaufen habt.
Also, tut mir einen Gefallen. Beim nächsten Mal, wenn ihr am Frankfurter Flughafen ankommt und denkt: „Wieder dieser blöde Shuttle-Bus“ – denkt an meine Worte. Steigt ein. Setzt euch nach hinten. Lasst die Frankfurter Skyline an euch vorbeiziehen (das ist ein weit gefasster Begriff für ein paar Parkhäuser und das Sheraton) und genießt die Fahrt. Sie ist kurz, sie ist frei, und sie ist ehrlich.
Der Shuttle-Bus: Euer erster und letzter Freund auf der Reise.
Und wenn ihr mir nicht glaubt, dann fahrt halt zu Fuß. Aber sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt. Bleibt entspannt. Fahrt Steigenberger.
