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Wir Entschuldigen Uns Für Die Unannehmlichkeiten


Wir Entschuldigen Uns Für Die Unannehmlichkeiten

Okay, lass uns mal ehrlich sein. Du kennst diesen Satz. Diesen einen Satz, der uns alle verbindet, egal ob wir in München, Hamburg oder Berlin wohnen. “Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten.”

Boah, jedes Mal wenn ich das höre, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Nicht der gute Schauer, wie bei einem grandiosen Song. Eher der Schauer, wenn dir kaltes Wasser in den Kragen läuft.

Er ist überall. In der Bahn, wenn der Zug plötzlich in Oberhausen endet, obwohl du nach Köln wolltest. Im Supermarkt, wenn die Kasse ein Update braucht und alle Schlange stehen wie sture Esel. Sogar im Fahrstuhl, wenn er einfach mal Pause macht – zwischen zwei Stockwerken. Fantastisch.

Der Satz, der nichts sagt?

Irgendwie ist das doch unfassbar. Der Satz ist ultra höflich. Aber meint er das auch so? Ich glaube nicht. Es ist wie bei einem Date, bei dem jemand sagt: “Ich melde mich.” Du weißt genau, das war’s.

“Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten” ist die digitale Version von “Tja, Pech gehabt.” Nur mit Sahnehäubchen. Aber hey, wenigstens entschuldigen sie sich, oder? Oder?

Ich stelle mir das immer so vor: Ein Typ in einem dunklen Kellerbüro drückt einen großen roten Knopf. “System abstürzen lassen?” – “Ja.” – “Okay, Ansage läuft!” Und dann ertönt diese roboterhafte Stimme aus dem Lautsprecher. Kein Mensch, kein Mitgefühl. Nur ein vorproduziertes Band.

Ist das schon Gaslighting? – Vielleicht ein bisschen. Man will dir das Gefühl geben, es sei alles in Ordnung, während dein Kaffee kalt wird und du zu spät zur Arbeit kommst. Klassiker.

Geschäftliches Entschuldigungsschreiben Beispiel – Leo Löwchen
Geschäftliches Entschuldigungsschreiben Beispiel – Leo Löwchen

Die vielen Gesichter der “Unannehmlichkeiten”

Manchmal denke ich, dieser Satz hat mehr Persönlichkeiten als ich am Montagmorgen. Da gibt es die fröhliche Version: “Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten zwinker.” Klingt fast, als ob das Problem mein Spaßverderber wäre.

Oder die dramatische Version: “Wir entschuldigen uns vielmals für die äußerst unerwarteten Unannehmlichkeiten. stilles Trommeln” Als ob ein Vulkanausbruch oder ein Zombie-Angriff stattgefunden hätte. In Wirklichkeit ist nur der Ticketautomat kaputt.

Und die absolute Krönung? Die Endlosschleife. Du hörst den Satz alle 30 Sekunden. “Wir entschuldigen uns… Wir entschuldigen uns… Wir entschuldigen uns…” Ich schreie dann innerlich: “ICH HÖRE DICH! ICH HAB’S VERSTANDEN! MACH DEN MIST EINFACH WIEDER HEIL!”

Manchmal träume ich von dem Tag, an dem ein Bahnhofs-Lautsprecher sagt: “Hallo Leute, es ist gerade katastrophal schiefgelaufen. Der Chef hat Mist gebaut. Trinkt einen Kaffee auf unser Kosten. Tut uns aufrichtig leid.” – Alter, das wäre ein Grund zum Feiern.

Wir Möchten Uns Für Die Unannehmlichkeiten Entschuldigen – IXXY
Wir Möchten Uns Für Die Unannehmlichkeiten Entschuldigen – IXXY

Was uns wirklich hilft

Ehrlich, ich will gar keine perfekte Welt. Züge haben Verspätung, das Leben ist chaotisch. Das ist okay. Aber dieser Satz ist so hohl. Er ist wie ein leerer Pappkarton, der so tut, als ob ein Geschenk drin wäre.

Was ich will? Gib mir Info. “Der Zug fällt aus, weil der Lokführer krank ist.” Zack, tragisch, aber klar. Oder: “Die Kasse spinnt, weil eine Maus das Kabel durchgebissen hat.” Super, jetzt habe ich ein Bild im Kopf und kann drüber lachen.

Stattdessen: “Unannehmlichkeiten.” Was für ein Wort!
Es ist so klinisch. So steril. So deutsch.

Für mich klingt es wie ein medizinisches Handbuch: “Patient leidet unter Unannehmlichkeiten der dritten Kategorie. Empfehlung: Einmal tief durchatmen und einen Entschuldigungsbutton drücken.” – Danke, das heilt meine Wut.

Ups Entschuldigung | Proper usage of “Entschuldigung” – AVXVI
Ups Entschuldigung | Proper usage of “Entschuldigung” – AVXVI

Also, was lernen wir daraus?

Nächstes Mal, wenn du diesen Satz hörst – und das wirst du, garantiert – dann denk einfach an diesen Kaffee hier mit mir. An unser Gespräch. An die Absurdität des Ganzen.

Lächle. Roll mit den Augen. Sag leise: “Ja, ja. Wir entschuldigen auch für die Unannehmlichkeiten, dass ich hier warten muss.” – Die beste Rache ist Ironie.

Und vielleicht, vielleicht träumst du dann auch von dem Tag, an dem jemand in echt zu dir sagt: “Hey, tut mir leid. Wirklich. Ich hab’s verkackt.”

Bis dahin: Kopf hoch. Kaffee nachschenken. Und immer dran denken: Du bist nicht die Unannehmlichkeit. Der Satz ist es. Und der ist zum Glück nur ein schlechter Witz. Aber einen schönen, ehrlichen Tag wünsche ich dir trotzdem. Versprochen.

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