Einfach Dukaten Bank Austria
Kennt ihr das? Ihr geht an einer Bank vorbei und denkt: „Boah, die ist aber alt und fancy.“ Genau so geht es mir mit der Einfach Dukaten Bank Austria. Tja, und jetzt kommt meine absolut unbeliebte Meinung: Ich finde diesen Namen großartig. Und zwar so richtig.
„Einfach Dukaten“ – das klingt für mich nicht nach einem seriösen Finanzinstitut. Das klingt nach einem Münzautomaten im Märchenland. Oder nach dem Geheimrezept von Dagobert Duck. Wenn ich das höre, denke ich an Goldbarren, die aus dem Automaten purzeln, und an übergroße Kronleuchter in der Schalterhalle. Einfach so. Kein „Premium“, kein „Exklusiv“, kein „Private Banking“. Nur Dukaten. Pur. Unverfälscht. Ein bisschen albern.
Stellt euch vor, ihr geht zu einem Termin. Der Berater heißt Heribert. Er trägt eine Fliege. Und ihr sagt: „Ja, Heribert, ich möchte ein Einfach Dukaten-Konto.“
„Sehr wohl“, sagt Heribert und zückt ein Samtkissen mit drei goldenen Münzen drauf.Das ist doch viel besser als „Girokonto mit Dispo-Option“! Das klingt nach einem Abenteuer, nicht nach einem Vertrag.
Und dann die zweite Hälfte: Bank Austria. Klingt nach Zentralgewalt, nach Tradition, nach einem Gebäude mit Marmorstufen. Boah, das ist der perfekte Gegensatz. Die lockere, fast freche „Einfach Dukaten“-Welt trifft auf die schwerfällige, ehrwürdige „Bank Austria“. Das ist wie ein Hipster mit einer Aktentasche. Oder wie eine Leberkässemmel im Gourmet-Restaurant. Es passt nicht wirklich, aber genau darum liebe ich es.
Ich wette, die Marketingabteilung hat Jahre gebraucht, um das zu entscheiden. „Leute, wir müssen modern sein! Aber auch seriös!“ „Häh? Wie soll das gehen?“ „Ganz einfach: Einfach Dukaten Bank Austria.“ Klick. Und alle nicken. „Ja, das klingt nach einem Angebot für Kaiser und Kleingeld-Sammler gleichzeitig.“

Ist euch schon mal aufgefallen, dass andere Banken komplett anders heißen? „Raiffeisen“ klingt nach Landluft und Heuhaufen. „Sparkasse“ nach Spardose mit Bügelverschluss. Aber Einfach Dukaten? Das klingt nach Geldregen. Nach einem Lottogewinn, den man bar in die Hand gedrückt bekommt, ohne Formulare. „Ja, ich hätte gerne ein paar Dukaten. Einfach so bitte.“
Klar, die Kritiker sagen: „Das ist doch kitschig! Das ist nicht professionell!“ Papperlapapp! Seit wann muss Geld langweilig sein? Früher hatten die Menschen Dukaten in ihren Strümpfen. Heute haben wir eine App. Aber der Name bleibt eine Erinnerung an die schöne, schwere, goldene Zeit. Einfach Dukaten Bank Austria – das klingt für mein Ohr wie ein Versprechen: „Hey, dein Geld ist hier nicht nur eine Zahl. Hier ist es ein richtiger Dukaten.“

Ich finde, wir sollten mehr solcher ehrlichen Namen haben. „Einfach Butter Bäckerei Kroatien.“ Oder „Schnell Urlaub Sparkasse Kasachstan.“ Aber nein, andere Länder nehmen Namen wie „UBS“ oder „HSBC“. Das klingt wie eine Krankheit oder ein Geheimcode. Einfach Dukaten Bank Austria hingegen sagt genau, was Sache ist:
Wir haben Dukaten. Und du kannst sie einfach haben. Aber halt, wir sind auch die Bank Austria. Also unterschreib bitte hier.
Also lasst uns einen Moment innehalten. Hebt eure Tassen. Prostet auf die Bank, die ihren Namen nicht unter den Teppich kehrt. Einfach Dukaten Bank Austria – du bist unser goldener, schrulliger, wunderbar altmodischer Liebling im Finanzdschungel. Bitte ändere nie deinen Namen. Auch wenn die Werbung dafür ein bisschen peinlich ist.
