Wie Viel Kostet Eine Beerdigung In österreich
Stell dir vor, deine Oma liebt Blumen. Seit Jahren. Sie redet mit ihnen, singt ihnen vor und schenkt dir immer einen Topf mit selbstgezogenen Geranien. Wenn sie eines Tages den letzten Seufzer tut, willst du ihr natürlich eine würdige Verabschiedung geben. Aber dann kommt die Frage, die jeder hasst: Wie viel kostet eine Beerdigung in Österreich? Keine Sorge, wir tauchen jetzt gemeinsam in diese Welt ein – ohne schwarze Trauerflore, aber mit einer guten Portion Humor und einem Rechner in der Hinterhand.
Der Preisschock ist garantiert (oder nicht?)
Fangen wir mit der guten Nachricht an: Du musst nicht dein ganzes Erbe auf einmal versenken. Die Realität ist allerdings: Eine Beerdigung in Österreich kann dich zwischen 2.000 und 8.000 Euro kosten. Ja, das ist eine große Spanne – wie bei einer Pizza, die zwischen einer Margherita und einer mit Trüffel und Kaviar liegt. Der Unterschied ist nur, dass du bei der Beerdigung nicht einfach „die billige“ nehmen willst, weil Oma das vielleicht übel nimmt.
„Ein Freund von mir musste nach dem Tod seines Onkels eine Erd-, Feuer- und eine Seebestattung kombinieren, weil der Onkel so viele Verwandte hatte, die alle etwas zu sagen hatten. Das kostete ihn fast ein Kleinwagen.“
Die großen Posten: Sarg, Grab und Co.
Der größte Brocken ist meist der Sarg. Ein einfaches Holzkistchen? Ab 500 Euro. Ein aus massiver Eiche geschnitzter Prachtsarg, der aussieht wie ein Kunstwerk? Da bist du locker 3.000 Euro los. Stell dir vor, Oma hätte gesagt: „Leg mich in eine einfache Kiste, die Blumen sollen teurer sein!“ – genau das würde sie wahrscheinlich tun, denn Blumen sind ihr ja wichtiger. Aber Achtung: Der Grabstein ist ein zweites Monster. Eine kleine Steinplatte mit Namen und Daten? Ab 1.000 Euro. Ein aufwendiges Marmormonument mit Engelsskulptur? Da brennt der Geldbeutel lichterloh: 5.000 Euro und mehr.
Die Nebenkosten, die dich piesacken
Dann kommen die stillen Killer: Friedhofsgebühren. Die Grabstelle für zehn Jahre? In Wien schnell mal 1.000 Euro. In einem kleinen Dorf in Kärnten vielleicht nur 300 Euro. Und der Bestatter selbst verlangt eine „Dienstleistungspauschale“ – fürs Organisieren, Fahren und Trösten. Das sind meist 500 bis 1.500 Euro. Plus die Anzeige in der Zeitung. Eine halbe Seite in der Krone? Zack, 300 Euro weg. Ein kleiner Kasten in der Dorffunker geht für 50 Euro. Tipp von mir: Lass Oma per Gemeindeblatt ausrufen, das spart Geld für eine Flasche guten Sekt nach der Trauerfeier.

Die lustige Seite der Trauerkosten
Es gibt auch einen Weg, wie du richtig Geld sparst: die Feuerbestattung. Kein teurer Sarg, kein großes Grab, oft nur eine Urne. Das kostet dich um die 2.000 bis 3.500 Euro – das ist wie ein günstiger Wochenendtrip nach Ungarn, aber mit mehr Asche. Und wenn du ganz mutig bist, nimm eine Naturbestattung unter einem Baum. Da zahlst du nur 500 bis 1.000 Euro für die Urne und die Pacht für 20 Jahre. Oma würde sagen: „Endlich habe ich meine Ruhe und die Enkel können sich das Geld für einen Skiausflug sparen!“
„Meine Tante Lisl hat in ihrem Testament verfügt, dass wir sie in einem Karton aus gepresstem Altpapier beerdigen sollen. Der Sarg kostete 200 Euro. Die Trauergäste haben gelacht und gesagt: ‚So sparsam war sie im Leben auch!‘“
Was du selbst tun kannst (ohne zum Zombie zu werden)
Das Geheimnis lautet: Vergleichen! Hol dir drei Angebote von unterschiedlichen Bestattern. Frag nach „Basispaketen“. Und ja, du darfst auch über den Preis verhandeln. „Könnt ihr mir den Sarg um 100 Euro günstiger geben, wenn ich die Blumen selbst besorge?“ – oft geht das. Oder mach die Todesanzeige selbst auf Facebook. Kostet nichts und Oma hätte dich dafür geliebt, dass du modern bist. Am Ende denk dran: Eine Beerdigung ist ein Fest des Lebens, kein Bankrotteur-Drama. Du willst Oma ehren, nicht den Finanzberater reich machen. Also schnapp dir einen Stift, rechne 3.000 Euro als grobe Schätzung und leg dir ein bisschen was zurück – für die Blumen, die sie so liebte. Prost auf das Leben!
