Wie Hoch Ist Die Kinderbeihilfe In österreich
Stell dir vor: Es ist Freitagabend, ich sitze mit einer Freundin im Café – sie hat zwei Kinder unter sechs Jahren – und sie stöhnt: „Weißt du, was ich heute für die Nachmittagsbetreuung bezahlt hab? Fünfzig Euro! Dafür könnte ich ja fast selber ein Kind in Urlaub schicken.“ Wir lachen, aber ehrlich: Kinder sind ein Vermögen wert – im wahrsten Sinne des Wortes. Und genau da kommt die Frage auf, die uns alle brennend interessiert: Wie hoch ist eigentlich die Kinderbeihilfe in Österreich?
Ich meine, mal ehrlich: Ob man selbst gerade Windeln kauft oder neidisch auf die Eltern blickt, die mit dem Kinderwagen an der Kasse stehen – die Familienbeihilfe (denn so heißt das offiziell, aber wer sagt schon „Familienbeihilfe“ zu seinem Konto?) ist so ein geheimer Turbo im monatlichen Budget. Aber wie viel Geld fließt da eigentlich? Und warum fühlt es sich manchmal an, als müsste man einen Master in Paragrafen machen, um die genaue Summe zu verstehen? Keine Sorge, ich pack’s für dich aus.
Die nackten Zahlen: Was bekommst du wirklich?
Okay, genug gelacht. Die Kinderbeihilfe in Österreich – oder besser: die Familienbeihilfe – wird monatlich ausgezahlt. Und nein, sie ist nicht für alle gleich hoch. Das wäre ja auch zu einfach, oder? (Ironie aus.)
Stand 2024 sieht die Sache so aus:
- Für ein Kind von 0 bis 18 Jahren: 134,50 Euro pro Monat. Ja, du liest richtig – das ist der Grundbetrag.
- Wenn das Kind zwischen 18 und 25 ist (z.B. in Ausbildung): Es gibt 153,10 Euro. Aber Achtung: Nur, wenn es noch studiert oder eine Lehre macht. Einfach nur „rumhängen“ zählt nicht – auch wenn das dein Teenager anders sieht.
Aber halt, da kommt noch mehr! Für jedes weitere Kind gibt’s einen Zuschlag. Ab dem zweiten Kind steigt die Summe. Und wenn du drei Kinder hast? Das ist wie ein Turbo-Boost: Für das dritte Kind bekommst du schon richtig gut was drauf. Und für das vierte? Noch mehr. Klingt wie ein Rabattsystem, oder? „Kauf drei, zahl weniger pro Kind“ – funktioniert nur leider nicht im Supermarkt, aber beim Staat schon.

Die Richtigen Überraschungen: Geschwisterstaffelung & Co.
Hier wird’s spannend. Die sogenannte „Geschwisterstaffelung“ sorgt dafür, dass die Kinderbeihilfe steigt, je mehr Kinder du hast. Konkret:
- 1 Kind: 134,50 €
- 2 Kinder: 148,50 € für das zweite Kind (plus 134,50 für das erste = insgesamt 283 €)
- 3 Kinder: 171,00 € für das dritte Kind (plus die ersten beiden)
- 4 Kinder: 183,30 € für das vierte
- Ab 5 Kindern: 196,60 € pro weiteres Kind
Fühlst du dich gerade wie ein Mathe-Genie? Keine Sorge, das muss man nicht auswendig können. Wichtig ist: Mit drei Kindern hast du monatlich rund 455 Euro an Familienbeihilfe – das ist schon ein netter Beitrag zur Miete oder zu den neuen Turnschuhen des Teenagers.
Und das ist noch nicht alles: Der Kinderabsetzbetrag
Aber Moment, da gibt’s noch einen Bonus. Den „Kinderabsetzbetrag“ – auch bekannt als „das Geld, das du zusätzlich auf dein Konto bekommst, ohne einen Antrag zu stellen“. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es aber. Das sind 70,20 Euro pro Monat und Kind. Der wird immer zusammen mit der Familienbeihilfe ausgezahlt, als kleiner Kuss von der Finanz. Also: 134,50 + 70,20 = 204,70 Euro pro Monat und Kind. Krasser Unterschied, oder?

Ich weiß, was du jetzt denkst: „Aber reicht das?“ Ehrlich? Nein, natürlich nicht. Ein Kind kostet im Schnitt 500 bis 800 Euro im Monat – allein für Windeln, Essen und Kleidung. Die Familienbeihilfe ist kein Gehalt, sondern ein Zuschuss. Aber stell dir vor, du bekommst sie nicht – dann müsstest du plötzlich 200 Euro mehr pro Monat aus dem eigenen Portemonnaie zaubern. Das tut weh.
Kleiner Tipp am Rande: Wie beantragst du das Ganze?
Du denkst jetzt vielleicht: „Super, wo unterschreib ich?“ Ganz einfach. Du musst die Familienbeihilfe selbst beantragen – das passiert nicht automatisch. Geh auf die Website der FinanzOnline oder der Bezirkshauptmannschaft. Du brauchst die Geburtsurkunde des Kindes und deine Steuernummer. Pro Tipp: Mach das gleich nach der Geburt des Kindes, denn rückwirkend gibt’s das Geld nur für maximal fünf Jahre – und wer will schon auf Geld verzichten?

Ein letzter Punkt: Wenn dein Kind eine Behinderung hat, gibt’s noch den erhöhten Kinderabsetzbetrag – bis zu 204 Euro mehr im Monat. Das ist ein wichtiger Rettungsanker für viele Familien. Informier dich, das lohnt sich!
Also, zurück zu meiner Freundin im Café. Ich hab ihr gesagt: „Weißt du was? Die 200 Euro pro Monat sind wie ein unsichtbarer Gehaltsbonus. Ja, die Betreuung kostet trotzdem mehr, aber ohne das Geld wär’s noch härter.“ Sie hat nur genickt und den Kaffee ausgetrunken. Vielleicht hat sie ja morgen einen Termin bei der Finanz. Solltest du auch haben, falls du noch keinen hattest. Denn wie hoch die Kinderbeihilfe in Österreich ist, weißt du jetzt. Aber sie zu bekommen, das ist deine Aufgabe.
Und glaub mir, der Staat zahlt – du musst nur fragen.
