Joseph Beuys Ufer 33 40479 Düsseldorf
Ein Spaziergang am Rhein: Beuys' Ufer 33 in Düsseldorf
Stell dir vor, du bist ein Düsseldorfer, der jeden Morgen zur Arbeit radelt. Du nimmst immer den gleichen Weg, vorbei an den selben Häusern, den selben Bäumen, dem selben... Moment mal! Was ist das denn da am Rheinufer?
Du blinzelst, kneifst dich sogar kurz in den Arm (nur zur Sicherheit, du weißt ja nie), aber nein, das Ding ist immer noch da. Eine riesige, silbern glänzende Biene, die auf einem dicken, schwarzen Felsen thront. Du denkst bei dir: "Na, das ist ja mal eine merkwürdige Art, den Touristen anzulocken!"
Die Biene, das ist Joseph Beuys' "Ufer 33". Eine seiner vielen Skulpturen, die er in den 70er Jahren am Rheinufer in Düsseldorf aufgestellt hat. Die Nummer 33 bezieht sich übrigens auf die Hausnummer des gegenüberliegenden Hauses, falls du dich das gerade fragst. Beuys wollte damit zeigen, wie Kunst und Alltag miteinander verschmelzen können.
Must Read
Kunst am Flussufer
Jetzt stellst du dir sicher die Frage: "Wie kommt die Biene da hin?" Tja, das ist eine gute Frage. Beuys hat die Biene nämlich nicht einfach so hingestellt. Nein, nein, er hat sie dort "angesiedelt". So wie man Bienen in einem Bienenstock ansiedelt. Nur dass dieser Bienenstock ein riesiger Felsen ist.
Und warum eine Biene? Beuys sah in der Biene ein Symbol für Kreativität, Produktivität und Zusammenarbeit. Die Biene arbeitet hart, produziert Honig und trägt zur Erhaltung der Natur bei. Klingt doch nach einer ziemlichen Heldin, oder?
Aber zurück zu unserer Biene am Rheinufer. Du fragst dich sicher, ob die Biene immer noch da ist, nachdem du sie das erste Mal entdeckt hast. Die Antwort ist: Ja, sie ist immer noch da. Und das ist auch gut so, denn sie ist ein echter Hingucker. Vor allem bei Sonnenuntergang, wenn die Sonne sich im Rhein spiegelt und die Biene in ein goldenes Licht taucht.

Ein Stück Kunstgeschichte
Aber die Biene ist nicht nur ein Hingucker, sie ist auch ein Stück Kunstgeschichte. Joseph Beuys war ein bekannter deutscher Künstler, der sich mit seinen Installationen, Performances und Multi-Media-Arbeiten einen Namen gemacht hat. Er hat sich immer wieder mit politischen und sozialen Themen auseinandergesetzt und wollte die Menschen dazu anregen, über die Welt um sie herum nachzudenken.
Und genau das tut "Ufer 33" auch. Es regt zum Nachdenken an, es lädt zum Verweilen ein, es zeigt, dass Kunst nicht nur in Museen, sondern auch am Flussufer Platz finden kann. Und das ist doch schon mal eine ziemliche Leistung, oder?
Also, wenn du das nächste Mal in Düsseldorf bist, schau doch mal vorbei am Rheinufer. Schau dir die Biene an, setz dich vielleicht sogar einen Moment hin und lass die Sonne auf dein Gesicht scheinen. Und wer weiß, vielleicht siehst du dann auch die Welt um dich herum mit anderen Augen.
Und wenn dir jemand fragt, warum du da sitzt und eine Biene anguckst, dann sag ihm doch einfach: "Na, ich mache nur eine kleine Pause vom Alltag und lasse mich von der Kunst inspirieren." Das klingt doch gleich viel cooler, als "Ich gucke eine Biene am Rheinufer an", oder?
