2 Mahnung Vorlage österreich
Die zweite Mahnung: Der unerwartete Star in Ihrem Brieffach
Wer kennt es nicht? Man öffnet den Briefkasten, voller Hoffnung auf eine nette Postkarte oder ein Paket. Und dann liegt sie drin: Die zweite Mahnung. In Österreich ein Klassiker. Offiziell heißt das Teil „2. Mahnung“ oder „Mahnung Vorlage Österreich“. Klingt nach amtlichem Ernst. Aber ich finde: Dieses Blatt Papier wird völlig zu Unrecht gehasst.
Erinnern Sie sich an die erste Mahnung? Die kommt meist so leise daher, fast schüchtern. „Ach, haben Sie vielleicht vergessen? Kein Problem, hier ein freundlicher Hinweis.“ Man liest sie, denkt „ja, ja“, legt sie zur Seite und vergisst sie. Genau das ist der Plan der Rechnungsersteller. Eine Falle!
Die zweite Mahnung kommt anders. Sie hat Format. Sie trägt oft diesen unverwechselbaren roten Stempel: „Letzte Mahnung“ oder „Zahlungsverzug“. Plötzlich ist die Katze aus dem Sack. Dieser Brief schreit nicht, er flüstert mit Nachdruck: „Hey, hier geht es um Geld. Dein Geld. Und meins.“
„Die zweite Mahnung ist der unangenehme Freund, der Ihnen endlich sagt, was die anderen Briefe nicht sagen wollten: Jetzt wird es ernst.“
Dabei ist sie so wunderbar ehrlich. Die erste Mahnung ist oft nett formuliert, aber die zweite? Die schreibt Ihnen ein Mitarbeiter, der schon dreimal Kaffee nachgeschenkt bekam, während er auf Ihre Überweisung wartet. Er ist genervt. Und das darf man auch sein. Ich finde, die zweite Mahnung hat Charakter.
Stellen Sie sich vor, es gäbe nur eine Mahnung. Wie langweilig wäre das? Keine Dramatik, kein Aufbau. Die zweite Mahnung ist der Spannungshöhepunkt der Post-Saga. Sie ist der „Cliffhanger“ vor der Inkassovollstreckung. Sie ist der Moment im Film, in dem der Held endlich kapiert, dass er den Schatz vergraben hat. In Ihrem Fall: Dass Sie die Rechnung für den neuen Gartenschlauch nicht bezahlt haben.
![Bestellliste Vorlage kostenlos downloaden [Word-Format]](https://vorla.ch/wp-content/uploads/2020/07/Mahnung-Vorlage.png)
Und dann gibt es ja noch diese Vorlage für eine zweite Mahnung. Die ist genial. Jeder österreichische Handwerker, jedes kleine Unternehmen, der Onkel, der Ihnen einen Kasten Bier verkauft hat – sie alle können diese Vorlage nutzen. Es ist ein universelles Werkzeug der Höflichkeit gepaart mit Druck. „Sehr geehrte/r, Sie haben bereits eine erste Mahnung erhalten. Nun senden wir Ihnen diese zweite Mahnung. Bitte zahlen Sie umgehend. Vielen Dank.“ So steht es da. Kein Geschrei, nur klare Ansage. Ich finde, das verdient Respekt. Es ist fast wie ein Tanz.
Denn: Wenn Sie die zweite Mahnung ignorieren, kommt bald die Dritte. Und die Dritte spricht nicht mehr von Mahnungen, sondern von Betreibung oder Exekution. Das klingt nach Staatsanwalt und Handschellen. Wer will das? Niemand.

Meine „unpopuläre“ Meinung ist also: Feiern Sie die zweite Mahnung. Sie ist kein Feind. Sie ist ein Wecker. Sie ist der Papier-Dackel, der Sie freundlich, aber bestimmt ans Hosenbein zupft. Zahlen Sie sie. Sofort. Tun Sie sich den Gefallen. Denn nach der zweiten Mahnung kommt nur noch der Ärger. Und den sparen Sie sich am besten für den nächsten Stau auf der A2 auf.
Ach ja: Und wenn Sie selbst mal eine schreiben müssen – als Mahnung Vorlage Österreich – dann machen Sie es wie die Profis: Kurz, knapp, kein Drama. Aber denken Sie an den roten Stempel. Der wirkt Wunder. Versprochen.
