Van Der Bellen Gehalt
Stell dir vor: du sitzt in einem Wiener Kaffeehaus, die Melange dampft, der Gugelhupf duftet. Ein älterer Herr mit weißen Haaren und einem hawaiianischen Blumenhemd unter dem Sakko liest konzentriert die Zeitung. Kein Mensch dreht sich um. Keine Selfie-Alarm. Das ist Alexander Van der Bellen – unser Bundespräsident. Aber halt, du denkst vielleicht: „Der hat doch gar kein Hawaii-Hemd mehr an, der trägt immer Anzug.“ Stimmt – aber genau das macht die Pointe aus: Je normaler er auftritt, desto öfter vergessen wir: Dieser Typ wird richtig gut bezahlt dafür, normal zu sein. Und plötzlich bist du neugierig geworden, oder? Wie viel kriegt so ein „Staatsnotar“ eigentlich?
Klar, über Geld spricht man nicht. Aber über anderer Leute Geld schon. Und Van der Bellens Gehalt ist ein bisschen wie sein öffentliches Image: stabil, aber nicht protzig. Kein Ferrari in der Garage (der fährt ja eh nur mit dem Rad oder zu Fuß ins Büro, mit seinen 80 Jahren – Respekt!). Kein Privatjet. Stattdessen: ein fixes Monatsgehalt, das in den letzten Jahren so unauffällig gestiegen ist wie die Inflation deines Bierpreises im Dorfwirtshaus. Moment – du hast doch auch ein Bier getrunken, als die Preise stiegen, oder? Na ja, lassen wir das.
Die nackten Zahlen: Was kriegt der Van der Bellen wirklich?
Also, Butter bei die Fische: Das Grundgehalt des Bundespräsidenten liegt (Stand 2024) bei etwa 26.000 Euro brutto im Monat. Ja, du hast richtig gelesen: Sechsundzwanzigtausend. Bevor du jetzt neidisch die Stirn runzelst: Davon gehen noch Steuern, Sozialabgaben und so weiter ab. Netto bleiben vielleicht 14.000 bis 16.000 Euro übrig. Immer noch happig, ich weiß. Aber vergleich das mal mit einem Vorstandsdirektor bei der OMV, der jährlich das Zehnfache einstreicht – und der muss nicht einmal in die Hofburg radeln.
Und halt: Es gibt keine Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Das Gehalt ist das Gehalt – Punkt. Plus eine Aufwandsentschädigung für Repräsentation (Partys, Staatsempfänge, das Essen mit ausländischen Gästen), die aber auch gedeckelt ist. Also, falls du befürchtest, dass er mit deinem Steuergeld Kaviar löffelt: Nein, die Rechnungen müssen belegt werden. Ein bisschen wie bei dir nach dem Geschäftsessen – nur dass er kein Trinkgeld in bar gibt, sondern eine Unterschrift.
Wo das Geld herkommt – und warum es fast zu wenig ist?
Du denkst jetzt vielleicht: „26.000 Euro brutto – dafür würde ich auch jeden Tag Anzug tragen und ‚Hohes Haus‘ sagen.“ Aber mal ehrlich: Würdest du gegen eine Wand aus Journalisten, Diplomaten und Populisten antreten? Van der Bellen muss nicht nur Regierungschefs empfangen und Reden halten – er muss auch in Krisen wie dem Ukraine-Krieg oder der Pandemie das Land zusammenhalten. Und das mit einer maximalen Wiederwahlmöglichkeit von zwei Perioden. Er ist nicht kündbar, aber auch nicht auf dem freien Markt.

Ironischerweise ist sein Gehalt niedriger als das vieler Landeshauptleute (sorry, liebe Herren Mikl-Leitner und Co., aber euer Spitzengehalt liegt teils bei über 30.000 Euro – und ihr vertretet nur ein Bundesland). Oder vergleich’s mit deinem Lieblings-Vorstandskasperl in der Industrie. Van der Bellen leistet sich keine Bodyguards auf Privatrechnung, keine Privatflüge nach St. Moritz. Er wohnt sogar privat in einem Altbau in Wien und fährt U-Bahn. Na ja, zumindest früher hat er das getan – heute wird er sicher öfter chauffiert. Und das ist auch gut so: Stell dir vor, der Präsident erwürgt sich im U-Bahn-Gedränge – das wäre ein Amtseid, den keiner nachsingen will.
Die versteckten Kosten: Vom Personal bis zum Büroräumchen
Und jetzt kommt der Twist: Van der Bellens Gehalt ist nur die Spitze des Eisbergs. Er hat einen Stab von rund 60 Mitarbeitern: Sekretariat, Redenschreiber, Protokollchef, Sicherheitsleute. Dazu kommen die Kosten für die Hofburg an sich (Heizung, Strom, Putzkräfte) und die Staatsbesuche. Das alles tragen wir – die Steuerzahler. Aber hier wird’s lustig: Du hast doch auch dein Büro, oder? Na ja, deins ist halt nicht die Hofburg mit ihren 2.613 Räumen und einem Keller, der angeblich bis zu den Katakomben der Römer reicht. Aber okay, wir wollen nicht neidisch sein.

Laut Budgetplan 2024 kostet die Präsidentschaftskanzlei rund 30 Millionen Euro pro Jahr. Das klingt viel – aber im Verhältnis zum Staatshaushalt (über 100 Milliarden) ist das ein Kleckerbetrag von 0,03 Prozent. Kein Wunder, dass kein Politiker den Posten abschaffen will – die Kosten sind so lächerlich niedrig, dass sich die Opposition nicht profilieren kann. Und Van der Bellen selbst? Der hat mal gesagt, er finde sein Gehalt „angemessen, aber nicht überzogen“. Typisch für einen, der früher Wirtschaftsprofessor war: Er rechnet anders als wir Normalos.
Fazit: Sollten wir neidisch sein?
Ehrlich? Ein bisschen Neid ist okay. Wer würde nicht 26.000 Euro im Monat nehmen? Aber dann denk mal an die Verantwortung: Van der Bellen kann nicht mal mehr einfach so in einen Supermarkt gehen, ohne dass jemand ein Foto schießt. Er muss jeden Satz abwägen, darf keine Partei mehr öffentlich unterstützen (auch wenn er grüner Herkunft ist) und wird ständig von Boulevardmedien belagert. Du hast es gut: Du kannst auf Reddit anonym ranten – er muss lächeln, wenn ihn jemand „Opa“ nennt.
Also, beim nächsten Mal, wenn du dein Gehalt auf der Lohnabrechnung siehst, denk dran: Van der Bellen verdient zwar mehr, aber er hat auch kein Leben mehr. Und hey, du kannst immer noch dein Hawaiihemd tragen, ohne dass es auf ORF2 landet. Das ist doch auch was wert, oder?
