counter create hit

Wie Wird Man Notar In österreich


Wie Wird Man Notar In österreich

Stell dir vor, du sitzt in einem Wiener Kaffeehaus. Neben dir unterzeichnet ein älterer Herr mit feierlicher Miene einen dicken Vertrag. Der Notar, ein freundlicher Typ mit Brille und Weste, nickt bedächtig. „So, das hätten wir“, sagt er. Der Herr atmet erleichtert auf. Du denkst nur: „Wie wird man eigentlich so ein Allmächtiger mit Stempel und Siegel?“ Keine Sorge, ich hab's für dich recherchiert. Und ja, es ist ein kleiner Hindernislauf – aber einer mit Stil.

Die Basics: Ein Studium, das weh tut

Zuerst mal: Notar in Österreich ist kein Job, den man einfach so nebenbei lernt. Du brauchst ein abgeschlossenes Jus-Studium. Also: Rechtswissenschaften an der Uni. Du denkst: „Sieben Semester, bissl lernen, dann bin ich fertig?“ Falsch gedacht. Die Uni ist nur der warme Regen vor dem Sturm. Nach dem Studium kommt die Gerichtspraxis – meistens als Rechtspraktikant bei einem Gericht oder einer Staatsanwaltschaft. Das sind neun Monate, in denen du lernst, warum Paragraphen manchmal wie ein schlechter Flirt sind: kompliziert und oft unverständlich.

Die Notariatsprüfung: Der Bosskampf

Danach wartet die Notariatsprüfung. Und mein Gott, die ist legendär. Stell dir eine mündliche Prüfung vor, bei der drei gestandene Notare dich über Stunden mit Fragen löchern. Von Grundbuchrecht bis hin zu „Was machst du, wenn der Erblasser seinen letzten Willen auf eine Serviette kritzelt?“ Du musst nicht nur Wissen haben – du musst Charakter zeigen. Ironisch, oder? Am Ende hast du vielleicht ein Zittern in den Händen, aber ein Papier, das dich zum „Notariatskandidaten“ macht. Das klingt fast wie eine Dating-App, ist aber seriöser.

Must Read

Die Praxisjahre: Der Marathon

Jetzt kommt der Teil, den keiner im Prospekt erwähnt: Du arbeitest fünf bis sieben Jahre als Notariatskandidat in einer Kanzlei. Das ist wie eine Lehre, aber mit mehr Akten. Du machst die Drecksarbeit: Verträge aufsetzen, Unterschriften beglaubigen, Kaffee holen (na ja, vielleicht nicht den Kaffee). Der Clou: Du wirst bezahlt, aber nicht wie ein Rockstar. Eher wie ein ambitionierter Bürohengst mit viel Verantwortung und wenig Rampenlicht. Aber hey: Jeder Notar hat mal so angefangen.

Notare - Ratgeber gewusst-wo
Notare - Ratgeber gewusst-wo

Die zweite Prüfung: Teil 2 des Albtraums

Nach den Jahren in der Praxis kommt die zweite große Prüfung: die Notariatsprüfung für die Ernennung. Ja, du liest richtig: eine zweite. Diesmal geht es um alles: Verfahrensrecht, Berufsrecht, sogar ein bisschen Psychologie. „Wie beruhige ich eine zerstrittene Erbengemeinschaft?“ – das ist ernst gemeint. Die Prüfungskommission will sehen, ob du nicht nur die Theorie beherrschst, sondern auch den Menschenverstand nicht verloren hast. Wenn du das bestehst, darfst du dich „Notariatskandidat mit Anwartschaft“ nennen. Klingt wie ein Adelstitel, oder? Ist aber nur ein Zwischenschritt.

Die Wartezeit: Geduld ist eine Tugend

Jetzt kommt das große Warten. Es gibt nämlich nicht unendlich viele Notarstellen. Die Regierung schreibt sie aus, wenn ein alter Notar in Pension geht. Du bewirbst dich, konkurrierst mit anderen Kandidaten, und hoffst, dass dein Lebenslauf nicht nur „netter Typ“ sagt, sondern auch Fachkompetenz schreit. Manche warten Jahre. „Warte einfach in der nächsten Kanzlei, bis der Stern aufgeht“, sagt der Volksmund. In der Realität machst du weiter Akten. Aber der Tag kommt – irgendwann.

Ausbildung zum/zur Notar/in in Österreich (2025)
Ausbildung zum/zur Notar/in in Österreich (2025)

Der Eid: Feierlich, aber kurz

Wenn du endlich die Stelle bekommst, schwörst du einen feierlichen Eid: „Ich schwöre, die Gesetze getreu zu beachten und mein Amt unparteiisch zu führen.“ Dann bekommst du deine Amtssignatur, dein Siegel und – fast wie ein Zauberer – deinen Stempel. Ab jetzt darfst du echte Verträge beurkunden, Testamente verfassen und Leute vor dem Finanzamt retten. Boom, du bist Notar. Ein bisschen wie eine Beförderung zum Ritter des Rechts – in Anzug statt Rüstung.

Ein letzter Tipp

Also, wenn du wirklich Notar werden willst: Fang früh an zu lernen, halt durch die langen Praxisjahre und hab einen guten Humor. Denn am Ende sitzt du im Kaffeehaus, wie der Typ mit der Brille, und andere fragen sich: „Wie macht der das bloß?“ Du weißt es jetzt. Viel Glück – du wirst es brauchen. Und falls du zwischendurch denkst, alles sei sinnlos: Denk an den Stempel. Der ist es wert.

You may also like