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Gumppstraße 26 6020 Innsbruck


Gumppstraße 26 6020 Innsbruck

Stell dir vor, du stehst in Innsbruck, mitten in der Altstadt, die Berge ringsum, die Goldene Dachl glitzert in der Sonne. Touristen strömen, Kaffeeduft weht aus den Lokalen. Und dann gehst du hundert Meter abseits des Trubels, in die Gumppstraße 26. Auf den ersten Blick: ein ganz normales Haus. Grauer Putz, ein paar Fenster, eine Klingel. Aber wenn man genauer hinsieht, ist da eine Geschichte, die so verrückt ist, dass man sie kaum glauben mag.

Der geheime Garten im Innenhof

Das Überraschendste an der Gumppstraße 26 ist, was sich hinter der Fassade verbirgt. Im Innenhof nämlich liegt ein kleiner, wilder Garten, der aussieht, als hätte jemand ein Stück Tiroler Almwiese mitten in der Stadt gepflanzt. Kräuter, Blumen, sogar ein alter Apfelbaum, dessen Zweige sich bis in den ersten Stock recken. An warmen Tagen sitzen dort die Bewohner auf klapprigen Stühlen und trinken Marmelade-Schnaps, den eine Nachbarin jedes Jahr aus den Früchten brennt. „Das Rezept ist streng geheim“, sagt sie dann mit einem Augenzwinkern, „und wenn ich es verrate, müsste ich dich umbringen – oder wenigstens die Marmelade teilen.“

„Einmal hat der Postbote hier eine Ziege angetroffen, die im Rhododendronbusch schlief. Niemand wusste, woher sie kam. Sie blieb drei Tage, fraß die Blumen und verschwand so plötzlich, wie sie gekommen war.“

Die wundersame Geschichte der Klingelschilder

Schau dir die Klingelschilder an. Da steht nicht nur „Familie Müller“ oder „Dr. Berger“. Nein, da liest man Dinge wie „Die tapfere Erna“, „Herr B. – Beruf: Rentner und Gitarrenspieler“, und ein Schild, auf dem nur ein Emoji prangt – ein lachendes Gesicht mit Schnurrbart. Die Bewohner haben sich vor Jahren darauf geeinigt, dass jeder seinen Klingelknopf nach Lust und Laune gestalten darf. Der Hausmeister, ein ehemaliger Bühnenbildner, hat sogar eine kleine Laterne über dem Briefkasten angebracht, die nachts in bunten Farben leuchtet. Wenn Besucher klingeln, wissen sie oft nicht, ob sie bei „Dr. Soundso“ oder einer Kunstinstallation gelandet sind.

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Die Legende von der verschwundenen Waschmaschine

Und dann ist da noch die Sache mit der Waschmaschine. Vor etwa fünf Jahren stellte ein Student namens Lukas seine Maschine in den Hof, weil sie kaputt war und er sie entsorgen wollte. Aber anstatt sie wegzutragen, begannen die Nachbarn, sie umzufunktionieren. Erst wurde sie zum Blumentopf, dann zum Bücherregal. Jetzt dient die Frontlader-Tür als Schaukasten für verlorene Socken – jede Woche hängt da ein neues Paar, das jemand im Trockner vergessen hat. Die Aktion heißt offiziell „Die einsame Socke“ und hat sogar eine eigene Facebook-Seite.

SPAR Innsbruck - 6020 - Gumppstraße 25
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Das Haus in der Gumppstraße 26 ist kein Luxusbau. Die Treppen knarren, die Fenster quietschen, und manchmal riecht es nach Kohl und Knoblauch aus der Gemeinschaftsküche. Aber genau das ist der Zauber. Hier wird nicht nur gewohnt – hier wird gelebt. Mit all den Macken, den Geschichten und den Menschen, die sich um nichts weniger kümmern als darum, wie ein Haus aussehen sollte.

Ein Tipp zum Schluss

Wenn du also mal in Innsbruck bist, geh vorbei. Gumppstraße 26, 6020 Innsbruck. Klingel nicht einfach. Stell dich eine Minute in den Hauseingang, schau dir die Laterne an, lies die Klingelschilder. Vielleicht hörst du dann, wie aus einem Fenster im zweiten Stock Freddie Mercury auf einer Gitarre gespielt wird. Oder jemand ruft runter: „Willst du ein Stück Apfelkuchen?“ Denn in diesem Haus sind die Türen offen – für die, die neugierig genug sind, um hinzusehen.

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