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Grinzinger Straße 111 Wien


Grinzinger Straße 111 Wien

Stell dir vor, du schlenderst die Grinzinger Straße entlang, diesem endlosen Band aus Weinstuben, Heurigen und ein bisschen Wiener Charme. Die Luft riecht nach frisch gebackenem Kaiserschmarrn und irgendwo klimpert ein Klavier. Und dann, mitten in diesem Sommertagstraum, bleibst du plötzlich stehen. Vor dir: Grinzinger Straße 111.

Klingt nach einer Adresse, oder? Ist es auch. Aber nicht irgendeiner. Das ist der Ort, an dem Zeitreisen in Wien ihren Büroschlüssel haben. Stell es dir vor wie das Hogwarts des Wiener Vorstadtsommers – nur ohne Zauberstäbe, aber mit viel mehr Marillenknödeln.

Der Charme der Nummer 111

Zuerst mal: Die Zahl ist schon ein kleines Wunder. 111. Das klingt nach einem Glücksgriff im Bingo des Lebens. Keine langweilige 42, keine sterile 100. Hier steckt etwas anderes drin. Wenn du hier klingelst, öffnet sich nicht einfach eine Tür – es öffnet sich eine Kiste voller Geschichten. Vielleicht ein bisschen vergilbt, aber herrlich.

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Was genau ist hier los? Nun, die 111 ist Heimat des Weinguts Mayer am Pfarrplatz. Klingt edel? Ist es auch. Aber pass auf: Das ist kein schnöder Verkostungsraum mit Ledersesseln und Kellnern, die auf Französisch fluchen. Hier wird der Wein noch mit der Faust gehoben. Der Besitzer winkt dir zu, während er ein Fass anschlägt, und sagt: „Probier mal den Grünen Veltliner – der schmeckt so, wie ein Sonnenuntergang im Wienerwald riechen würde.“

Warum du hier nicht vorbeigehen darfst

Stell dir vor, du bist auf der Suche nach dem perfekten Sommerabend. Du könntest in ein überteuertes Szenelokal gehen, wo die Bowle mit Gurke garniert wird und die Musik so laut ist, dass du deine eigenen Gedanken nicht hörst. Oder du gehst zur 111. Hier sitzt du im Schatten von uralten Kastanienbäumen, die so aussehen, als hätten sie schon Mozart heimlich zugeprostet. Die Tische sind aus dicker Eiche, die Bänke knarzen gemütlich, und jeder zweite Gast scheint den Nachbarn seit Kindertagen zu kennen.

Wien, 19. Bezirk (el arte de las fachadas de Viena) - Grin… | Flickr
Wien, 19. Bezirk (el arte de las fachadas de Viena) - Grin… | Flickr
„Der Wein hier ist keine Flüssigkeit – es ist flüssige Gemütlichkeit.“ – Oma Resi, die seit 40 Jahren jeden Samstag hier ihren Stammplatz hat.

Und das Essen? Der Backhendlsalat ist eine Institution. Die Panier knuspert wie ein Herbstblatt, das man zerdrückt, und das Fleisch ist so zart, dass man es fast mit der Zunge zerteilen kann. Dazu einen Gemischten Satz – das ist so eine Wiener Spezialität, bei der verschiedene Trauben gemeinsam vergoren werden. Das Ergebnis schmeckt wie ein Picknick im Kopf: ein bisschen Apfel, ein bisschen Blüte, ein bisschen „Passt schon“. Unbeschreiblich!

Die wahre Magie: die Menschen

Aber die 111 lebt von den Leuten. Da ist der Kellner Franz, der jeden Gast mit einem „Servas, wo rennst denn hin?“ begrüßt und dir ungefragt den besten Wein des Abends vorsetzt. Oder die alte Dame am Nebentisch, die ihr Heurigenlied singt, während sie ihr Glasl hebt. Keine Sorge, sie ist nicht betrunken – sie ist glücklich. Nach zwei Gläsern wirst du mitsummen.

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Ein Tipp für den Perfektionismus-Verrückten

Du denkst jetzt vielleicht: „Ja, schön, aber ist das nicht ultra-touristisch?“ Hör zu: Ja, ein bisschen. Aber das ist okay. Weil die Touristen, die hierherkommen, sind die guten Touristen. Die, die schon ein bisschen staubig von der Busfahrt sind, aber noch richtig lachen können. Und die Einheimischen? Die mischen sich einfach drunter. Der Unterschied zu anderen Heurigen? Hier wird nicht nur konsumiert, hier wird gelebt.

Wichtig: Komm nicht hungrig, sondern gierig. Gierig auf gute Laune und ein Stück Himbeere Topfenstrudel. Der ist so fluffig, dass er sich auf der Zunge auflöst wie eine süße Wolke.

Also, wie findest du es? Einfach die Straßenbahn Linie 38 bis zur Endstation nehmen. Aussteigen, die Nase in den Wind halten, und dann einfach dem Duft von Glück folgen. Du wirst die Grinzinger Straße 111 finden. Versprochen. Und wenn nicht, frag einfach den nächsten Menschen im Dirndl oder Lederhose – der führt dich direkt hin.

Kurz und knapp: Die 111 ist ein Ort, an dem die Uhren langsamer ticken. Der Wein fließt wie der Plauderton der Gäste. Und die einzigen Hausaufgaben, die du hier machen musst, sind: genießen und prost sagen. Na dann: Prost!

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