Ab Wann Bekommt Man Weihnachtsgeld
Ab wann bekommt man Weihnachtsgeld? Die große Frage des Lebens
Es ist November. Die ersten Lebkuchen liegen im Supermarkt. Die Kinder freuen sich auf Schnee. Aber du? Du fragst dich nur: „Wann kommt endlich das Weihnachtsgeld?“
Die Antwort ist einfach: Nie. Zumindest, wenn du mich fragst. Ich habe eine ziemlich unbeliebte Meinung zu diesem Thema. Aber lass uns erst einmal klären, was die Experten sagen.
Offiziell gibt es kein Gesetz, das sagt: „Ab dem 1. Dezember musst du zahlen.“ Nein, nein. Das Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Leistung deines Arbeitgebers. Wenn du einen Tarifvertrag hast – Glückwunsch! Dann steht es drin. Vielleicht bekommst du es im November. Vielleicht im Dezember. Vielleicht erst im Januar, wenn du längst vergessen hast, dass es Weihnachten war. Das ist wie eine Schatzsuche, bloß ohne Karte.
Must Read
„Mein Chef sagt immer: ‚Weihnachtsgeld gibt’s, wenn der Weihnachtsmann Zeit hat. Und der hat dieses Jahr viel Stress.‘“ – Das sagt keiner. Aber man denkt es.
Viele Firmen zahlen im November aus. Warum? Damit du schön shoppen gehst. Damit die Wirtschaft brummt. Damit du deiner Tante endlich das teure Parfüm kaufen kannst, das sie nicht mag. Aber mal ehrlich: Wenn du das Geld im November bekommst, ist es meistens im Dezember schon futsch. Dann sitzt du da, mit leeren Taschen und einem Berg Geschenkpapier. Und fragst dich: „War das wirklich nötig?“
Ich finde: Weihnachtsgeld sollte man eigentlich erst nach Weihnachten bekommen. Am 26. Dezember. Oder am 2. Januar. Denn dann bist du pleite. Dann hast du schon alles gekauft. Und dann kommt plötzlich ein warmer Geldregen. Das wäre doch fantastisch! Kein Stress, kein „Muss ich jetzt sparen oder shoppen?“ – Nein, einfach nur: „Oh, da ist ja noch was. Perfekt für die Resteverwertung von Weihnachtsessen.“

Leider denkt die Welt anders. Die meisten Chefs zahlen vorher. Manche sogar schon im Oktober! Oktober – während die erste Adventskerze noch im Schrank liegt. Das ist doch absurd. Da denkst du: „Super, Geld!“ Und zwei Wochen später ist es weg, weil du dachtest, der Herbst wäre schon Winter.
Es gibt noch eine andere Regel: Wer weniger als sechs Monate im Betrieb ist, hat oft Pech. Kein Weihnachtsgeld für dich. Stattdessen bekommst du einen netten Spruch: „Nächstes Jahr vielleicht.“ Oder einen Gutschein für den Betriebskiosk. Nett, oder? Nicht.
Und dann sind da noch die Selbstständigen. Die lachen sich schlapp. „Weihnachtsgeld? Ich zahl mir das selbst. Und dann denk ich: Warum geb ich mir nicht einfach eine Tafel Schokolade? Das ist billiger.“ – Ja, das ist der Geist der Saison.

Ich sage es, wie es ist: Unser Verhältnis zum Weihnachtsgeld ist eine große Komödie. Wir hoffen das ganze Jahr drauf. Wir rechnen es durch. Wir streiten mit Kollegen, wer mehr bekommt. Und am Ende ist es nur Geld. Geld, das uns kurz glücklich macht, bevor wir es ausgeben für Dinge, die wir nicht brauchen.
Meine rebellische Lösung: Frag deinen Chef, ob er dir das Weihnachtsgeld stattdessen im Januar geben kann. Sag: „Ich möchte die Besinnlichkeit der Nachweihnachtszeit genießen. Mit Geld.“ Er wird dich komisch angucken. Aber vielleicht – nur vielleicht – stimmt er zu. Und dann bist du der König der Zweite-Wahl-Weihnacht.
Bis dahin: Freu dich, wenn es kommt. Egal wann. Hauptsache, es kommt. Und wenn nicht? Dann back Plätzchen. Die kosten weniger und machen genauso warm ums Herz. Versprochen.
