Sky Lounge Vienna Airport
Willkommen im Himmel – aber nur in der Business Class
Stellen Sie sich vor: Sie stecken in Wien fest, Ihr Flug hat Verspätung, die Wartehalle riecht nach frittierten Leberkäse-Semmeln und schweißnassen Touristen. Ihr Rücken schmerzt vom Plastiksessel. Doch dann – wie eine Fata Morgana aus Champagner und Ruhe – erscheint der Eingang zur Sky Lounge am Vienna Airport. Nicht irgendeine Lounge. Nein, meine Damen und Herren: das Nonplusultra der Flughafen-Eskapaden.
Die Tür zum Paradies (mit Sicherheitskontrolle)
Sie betreten die Lounge und plötzlich ist die Welt da draußen nur noch eine schlechte Erinnerung. Hier fließt der Kaffee aus goldenen Kränen – okay, das ist eine kleine Übertreibung, aber der illy-Espresso kommt Ihnen wie ein Göttertrank vor. Und dann das Panorama: Riesige Fensterfronten, die direkt auf die Startbahn zeigen. Sie können den Piloten zuwinken, während sie ihren Sekt schlürfen. (Achtung: Die Piloten winken selten zurück – sie haben ja schließlich einen Job zu machen.)
Das Buffet: Mehr als nur lauwarme Nudeln
Vergessen Sie diese traurigen Cocktailwürstchen in anderen Lounges. In der Sky Lounge gibt es echte österreichische Küche: Käsekrainer, Gulaschsuppe, Mehlspeisen – alles frisch, alles heiß, alles gefühlt aus der Hand von Oma persönlich. Einmal habe ich dort fünf dieser Mini-Sachertörtchen gegessen. Der Kellner hat mich nur müde angelächelt. Ich bereue nichts. Überraschung: Es gibt sogar einen eigenen Weinschrank mit österreichischen Spitzenweinen. Sie können sich einfach eine Flasche nehmen. Ja, wirklich. Wie im Schlaraffenland, nur mit Sicherheitsgurt-Pflicht.
Die Dusche nach 12 Stunden Reise – ein spirituelles Erlebnis
Das wahre Geheimnis der Sky Lounge? Die Duschen. Nach einem Langstreckenflug von New York oder Tokio ist eine heiße Dusche hier wie Wiedergeburt in Luxus. Die Handtücher sind flauschiger als mein Bett zu Hause. Die Duschgels riechen nach etwas, das teurer ist als mein gesamtes Shampoo-Sortiment. Einmal hab ich vergessen, meine Uhr abzunehmen, und danach roch sie für eine Woche wie glückliche Alpenkräuter. Kein Witz.

Kinder? Ja, aber bitte leise (oder auch nicht)
Hier sind auch Familien willkommen – es gibt eine Spielecke und sogar einen kleinen Fernseher mit Cartoons. Aber seien wir ehrlich: Wenn Ihre Kids anfangen, auf dem Boden aus italienischem Marmor zu spielen, und die Geschäftsleute am Nebentisch mit ihren Laptops zischen, dann haben Sie zwei Optionen: Sekt für sich und Saft für sie. Die Lounge ist groß genug, dass man den Lärm eines Dreijährigen mit etwas Chardonnay ganz gut übertönen kann.
Fazit: Ein Hoch auf den verspäteten Flieger
Die Sky Lounge Vienna Airport ist kein einfacher Warteraum, sie ist ein Zwischenstopp im Leben, der Sie kurz vergessen lässt, dass Sie eigentlich nach Dortmund müssen. Wenn Sie die Chance haben, sich hier reinzuschleichen (oder wenn Ihr Arbeitgeber ein gutes Ticket bezahlt hat): Tun Sie es. Trinken Sie einen Kaffee, essen Sie ein Sachertörtchen, duschen Sie wie ein Rockstar. Und wenn der Flug dann endlich aufgerufen wird, gehen Sie mit dem Gefühl: „Ach ja, da war ja noch der Alltag.“
