Patrubangasse 9 1100 Wien
Stell dir vor: Du gehst durch Wien, vorbei an den üblichen Touristenpfaden. Du biegst ab in eine ruhige Straße in 1100 Wien. Und dann siehst du sie: die Patrubangasse 9. Auf den ersten Blick ein ganz normales Wohnhaus. Aber halt! Hier passiert etwas Besonderes.
Was die Patrubangasse 9 so entertaining macht? Es ist die pure, unerwartete Überraschung. An der Fassade kleben Gummibärchen. Ja, richtig gelesen: Gummibärchen aus Stein. Der Künstler Erwin Wurm hat sie dort platziert. Sie sind riesig, knallbunt und sehen aus, als würden sie jeden Moment runterfallen. Das ist Kunst zum Schmunzeln.
„Die Gummibärchen an der Fassade sorgen garantiert für ein Lachen.“
Aber das ist noch nicht alles. Schau genau hin! Die Fenster sind nicht gerade. Sie stehen schief, kippen nach links oder rechts. Es ist, als hätte jemand das ganze Haus in eine wackelige Position gebracht. Das ist typisch für Wurms Stil: Er nennt diese Skulpturen „House Attack“. Ein Haus, das angegriffen wird – von riesigen Süßigkeiten. Klingt verrückt? Ist es auch. Und genau das macht den Reiz aus.
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Warum solltest du hingehen? Weil es kostenlos ist. Kein Museum, keine Eintrittskarte. Du schlenderst einfach vorbei und grillst. Die Patrubangasse 9 ist ein echter Geheimtipp für alle, die Kunst absurd und lustig mögen. Es ist perfekt für ein Instagram-Foto. Aber Achtung: Deine Freunde werden fragen, ob du Halloween-Effekte nachbearbeitet hast. Nein, das Haus sieht wirklich so aus!
Die Location ist übrigens auch praktisch. In der Nachbarschaft gibt es ein paar nette Cafés. Setz dich hin, bestell einen Melange und beobachte die Gesichter der Passanten. Sie bleiben stehen. Sie lachen. Sie schütteln den Kopf. Manche ziehen ihr Handy raus. Es ist wie ein kleines, öffentliches Theaterstück – Hauptdarsteller: das Haus.

Und dann ist da noch die Geschichte dahinter. Erwin Wurm ist ein österreichischer Star-Künstler. Er macht Kunst aus Alltagsgegenständen. Schon mal eine „One Minute Sculpture“ von ihm gesehen? Da bittest du jemanden, für eine Minute mit einem Kohlkopf auf dem Kopf stillzustehen. Genau diesen Witz hat er in die Architektur gebracht. Die Patrubangasse 9 ist sein größtes, dauerhaftes Werk in Wien.
Die beste Zeit für einen Besuch? Tagsüber, wenn die Sonne die Gummibärchen anleuchtet. Oder an einem regnerischen Tag – dann wirken die Farben noch knalliger. Ein Tipp von mir: Geh nicht allein. Bring jemanden mit, der keine Ahnung hat. Ihre Reaktion, wenn sie das Haus sehen, ist der beste Teil des Ausflugs.

Manche Leute sagen, es sei komische Kunst. Ich sage: Es ist Kunst, die glücklich macht. Kein Schnickschnack, keine tiefe Bedeutung, die du erst erklären musst. Einfach ein Haus, das ein Gummibärchen-Trauma erlitten hat. Oder ein Haus, das sich einen Spaß erlaubt. Die Patrubangasse 9 beweist: Kunst kann auch albern sein. Und das ist wunderbar.
Also, schnapp dir deine Schuhe. Nimm die U1 bis Reumannplatz, lauf ein paar Minuten. Oder nimm die Straßenbahn Linie 6, 11 oder 67 bis zur Station Arbeitergasse. Folge den Lachern. Du wirst sie finden. Und dann stehst du da, schaust hoch und denkst: „Ja, genau das habe ich heute gebraucht.“ Ein bisschen kindische Freude mitten in der Stadt.
Die Adresse merkst du dir am besten: Patrubangasse 9, 1100 Wien. Klingt unspektakulär, ist es aber nicht. Es ist ein Kunstwerk zum Anfassen – ok, besser nicht anfassen, das sind echte Steine. Aber zum Anstaunen, zum Lachen, zum Genießen. Und vielleicht fragst du dich irgendwann, ob die Bewohner da drin wohl schief schlafen. Die Antwort: Nee, innen ist alles ganz normal. Nur die Hülle tanzt aus der Reihe. Wie sollte es auch anders sein in dieser verrückten, schönen Stadt?
