Vermietete Wohnung Kaufen Wien
Stell dir vor: Du bist in Wien, dieser Stadt, wo Kaffeehäuser so alt sind wie die Monarchie und das Granteln zur Nationalsprache gehört. Du hast ein bisserl Geld gespart – vielleicht, indem du jahrelang Gulasch statt Sushi gegessen hast – und jetzt willst du ein vermietete Wohnung kaufen. Klingt nach einem Erwachsenen-Hack, oder? Aber Vorsicht: Das ist wie ein Kaiserschmarrn mit scharfem Chili – süß, aber es kann brennen.
Warum das eine geniale Idee ist (und warum es nerven kann)
Also, warum zur Hölle sollte man eine Wohnung kaufen, die schon vermietet ist? Ganz einfach: Du wirst zum Superhelden der passiven Einnahmen. Stell dir vor, du sitzt im Park, isst einen Leberkäse, und irgendwo in Favoriten zahlt dir jemand die Kreditrate. Klingt nach einem Traum, oder? Aber dann kommt der Albtraum: Du erbst einen Mieter, der seit 1987 die gleichen Vorhänge hat und bei jeder Kleinigkeit die Hausverwaltung anruft. „Der Wasserhahn tropft!“ – Ja, dein neuer bester Freund. Der Mieter hat nämlich Bestandsschutz, so wie der Stephansdom. Du kannst ihn nicht einfach rauswerfen, nur weil du die Tapete hässlich findest.
Hier ein überraschender Fakt: In Wien gibt es rund 200.000 Altbauwohnungen mit Mietverträgen aus den 80ern. Manche zahlen für eine 100m²-Wohnung weniger als du für ein U-Bahn-Ticket. Wenn du so eine kaufst, wird der Mieter dich wie einen Bankerträger lieben – solange du nichts änderst.
Die Sache mit der Rendite (und der Kaffeemaschine)
Klar, du willst Geld verdienen. Aber Wiener Mietwohnungen sind keine Goldgrube – sie sind eher ein Goldfischteich. Die Mieten sind gedeckelt, die Reparaturen teuer, und wenn der Mieter sterben sollte (was er nicht tut, weil er lebt vom Wiengerlstil), dann übernimmt vielleicht der Neffe die Wohnung. Überraschung!
Mein Tipp: Kaufe nur, wenn der Mieter alt ist – aber sag das nicht laut. Oder wenn er jung ist, aber plant, nach Australien auszuwandern. Oder wenn die Wohnung leer steht – dann darfst du die Miete selbst festlegen. „Aber das ist nicht lustig!“ – Doch, denn dann kannst du verlangen: 15 Euro pro Quadratmeter für eine Abstellkammer. Die Leute zahlen es, weil es Wien ist.

Der wahre Wiener Super-Gau
Pass auf: Du findest eine schnuckelige Wohnung im 7. Bezirk. Du kaufst sie, voller Vorfreude. Dann klingelt der Mieter: „Ich bin geschützt wie ein Panda im Zoo.“ Du darfst die Miete nur um 5% pro Jahr erhöhen, wenn überhaupt. Nach 10 Jahren hast du vielleicht 200 Euro mehr – das reicht für eine halbe Jahreskarte des Wiener Linien.
Aber es geht schlimmer: Der Mieter organisiert eine Hausversammlung, und plötzlich bist du der Buhmann, weil du die Heizung nicht auf 25 Grad stellst. Du wirst zum Feind der Nachbarschaft. Gratuliere!

Mein ernst gemeinter Rat: Hol dir einen Anwalt, der „Wohnrecht“ nicht nur sagen, sondern auch buchstabieren kann. Und bereite dich mental vor: Du wirst Wienerisch lernen – Wörter wie „Gschisti-gschasti“ (Bürokratie) und „Oasch“ (dein Gemütszustand nach der dritten Mieterhöhungs-Klage).
Fazit: Kaufen oder nicht?
Ja, kaufen – aber nur, wenn du Nerven aus Stahl hast und gerne Wiener Originale kennenlernst. Du wirst Geschichten erzählen können: „Weißt du, wie ich meinen Mieter gezwungen habe, die Blumenkästen zu gießen?“ – Niemand wird dir glauben, aber alle werden lachen. Also, Hin ins Vergnügen! Oder lass es bleiben und kauf dir einen ETF. Der macht weniger Ärger und du kannst deinen Kaffee in Ruhe trinken.
