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100 Schilling In Euro


100 Schilling In Euro

Okay, lass uns mal ehrlich sein: Wer von uns hat nicht noch irgendwo eine alte Brieftasche, einen Schuhkarton oder eine vergessene Jackentasche, in der sich ein uralter 100-Schilling-Schein versteckt? Vielleicht hast du ihn sogar von Oma geschenkt bekommen, als du noch klein warst – so als „Notgroschen für schlechte Zeiten“. Und jetzt, Jahre später, fragst du dich: Was zum Geier ist der eigentlich in Euro wert?

Der große Rechentrick

Keine Sorge, du brauchst keinen Taschenrechner und schon gar kein Mathe-Studium. Die Umrechnung ist nämlich richtig einfach. Österreich hat den Schilling am 1. Januar 2002 gegen den Euro eingetauscht. Der offizielle, unveränderliche Kurs lautet: 1 Euro = 13,7603 Schilling. Klingt furchtbar kompliziert, oder? Aber für unseren geliebten 100-Schilling-Schein heißt das:

100 : 13,7603 = ~ 7,27 Euro.

Boom! Da hast du es. Deine alten 100 Schilling sind heute etwa 7 Euro und 27 Cent wert. Zugegeben, das ist kein Lottogewinn. Du wirst damit keinen neuen Fernseher kaufen können (außer vielleicht auf dem Flohmarkt einen, der Röhren hat und so alt ist wie der Schilling selbst). Aber es ist mehr als ein Kugerl Eis, oder? Fast ein ganzer Döner.

Was man sich dafür kaufen konnte (und heute kann)

Denk mal kurz nach: Im Jahr 2000, als der Schilling noch richtig was galt, konntest du für 100 Schilling eine ganze Menge machen! Du konntest damit ins Kino gehen, dir eine große Pizza Margherita gönnen, oder – für die ganz Abenteuerlustigen – ein Pfund Kaffee und ein Packerl Milch kaufen. Heute bekommst du für die 7,27 Euro im Supermarkt vielleicht zwei Packungen Butter oder eine kleine Flasche billiges Olivenöl. Inflation, Alter! Sie ist wie dieser eine Freund, der immer dein Essen wegesst.

Aber keine Sorge, das ist kein Grund zu trauern. Denn der eigentliche Schatz ist ja nicht der Geldwert, sondern die Geschichte hinter dem Schein.

Der Schein mit dem Gesicht

Und überhaupt: Hast du dir den Schein mal genau angesehen? Der 100-Schilling-Schein trug das Konterfei von Eugen von Böhm-Bawerk. Ein Name, der klingt, als hätte ihn ein Zauberer erfunden. Böhm-Bawerk war ein berühmter Wirtschaftswissenschaftler, der schon damals wusste, dass Geld nicht vom Himmel fällt. Auf der Rückseite war die Österreichische Akademie der Wissenschaften abgebildet. Ehrlich, ich habe ihn mir früher immer angeschaut und gedacht: „Der Typ sieht aus, als würde er gleich eine Steuererklärung aufsagen.“ Aber heute, wo alles nur noch digital blinkt und piept, hat so ein Papierschein irgendwie Charakter.

100 Schilling 1984 - 2.Republik, 1 Buchstabe am Anfang - vorzüglich
100 Schilling 1984 - 2.Republik, 1 Buchstabe am Anfang - vorzüglich

Kann man ihn noch eintauschen?

Hier kommt die gute Nachricht – und die ist besser als der Döner. Die Österreichische Nationalbank (OeNB) tauscht Schilling-Scheine und -Münzen immer noch in Euro um. Ja, richtig gelesen! Auch wenn der Euro schon über 20 Jahre alt ist. Du kannst also mit deinem 100er zur Bank marschieren (oder zur OeNB-Zentrale in Wien) und bekommst deine 7,27 Euro in bar ausbezahlt. Das ist kein Witz. Manche Wechselstuben verlangen vielleicht eine kleine Gebühr, aber grundsätzlich: Der Schilling ist tot, es lebe der Euro!

Ein Tipp am Rande: Sammele niemals 1000 Schilling-Scheine, wenn du nachts schlecht schläfst. Die sind auch noch gültig, aber deren Wert von knapp 73 Euro könnte dich in Versuchung führen, eine Nacht durchzumachen und „nur noch eine Folge“ deiner Lieblingsserie zu schauen.

Die Pointe: Mehr als nur Geld

Lass uns also mal zusammenfassen: 100 Schilling sind heute knapp 7,27 Euro. Es ist ein Wert, der dich nicht reich macht, aber der vielleicht ein nettes Taschengeld für einen Kaffee und ein Stück Kuchen ist. Aber weißt du was? Der wahre Wert des alten Scheins liegt nicht im Geld. Er liegt in der Erinnerung. Daran, wie du als Kind damit im Supermarkt an der Kasse standest und dir drei Packungen Fruchtgummis kaufen konntest. Daran, wie dein Opa dir heimlich einen zugesteckt hat, bevor du ins Schwimmbad gegangen bist. Oder daran, wie dieses Stück Papier nach Druckerschwärze und vergangenen Zeiten roch.

Also, falls du irgendwo noch einen 100-Schilling-Schein findest: Freu dich! Tausch ihn ein – oder rahm ihn ein. Häng ihn über deinen Schreibtisch und nenn ihn „Mein persönlicher Inflations-Talisman“. Denn er erinnert uns daran, dass Geld zwar flüchtig ist, aber die Geschichten, die wir damit verknüpfen, ewig bestehen bleiben. Und das, liebe Freunde, ist unbezahlbar. Auch wenn es nur 7,27 Euro sind.

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