Wieviel Kostet Ein Kind
Okay, lass uns mal über das große, gruselige, aber auch irgendwie süße Thema sprechen: „Wieviel kostet ein Kind?“ – also nicht im Sinne von Moral oder Liebe, sondern im Sinne von: „Was, das kostet GELD?!“
Ich weiß noch, wie meine Freundin Lisa damals, nach der Geburt ihres ersten Kindes, zu mir sagte: „Ich dachte, ich kaufe ein Paar Schuhe und dann ist gut. Stattdessen habe ich jetzt ein Wesen, das nach einem Monat mehr Socken verbraucht als ich in drei Jahren.“ Ja, genau. Kinder sind wie ein schwarzes Loch für Geld – nur dass sie zwischendurch lächeln und einen so um den Finger wickeln, dass man denkt: „Ach, das zweite Paar Turnschuhe kaufe ich dann nächstes Jahr.“
Die ersten Monate: Eine Finanzkatastrophe mit Kuschelfaktor
Fangen wir ganz von vorne an. Du denkst, ein Baby braucht Milch, Windeln und Liebe. Falsch. Es braucht alles, was auf dem Markt ist: einen Wagen, der mehr kostet als mein erstes Auto, ein Babyphone, das die Mondlandung steuern könnte, und Kleidung in Größe 50, die das Kind genau zwei Wochen trägt, bevor es in Größe 56 platzt.
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Mein Nachbar erzählte mir neulich, er habe für den ersten Kinderwagen fast 800 Euro ausgegeben. „Und dann?“, frage ich. „Dann hat das Kind lieber im Karton geschlafen. Weil es Pappe so toll fand.“ Ich lachte so laut, dass ich fast meinen Kaffee verschüttete. Kinder sind die besten Sparfüchse – nur leider gegen deinen Willen.
Die Krippe: Wo das Geld fliegt, aber das Kind auch lernt
Nach etwa einem Jahr kommt der nächste Batzen: die Kinderbetreuung. Krippe, Tagesmutter, Oma – alles hat seinen Preis. Die Oma ist meistens am günstigsten, aber dann kommt sie mit Geschichten von „Wir haben früher mit Steinen gespielt“ und verlangt dafür ein nettes Mittagessen. Die Krippe hingegen kostet dich schnell mal 300 bis 500 Euro im Monat – je nach Stadt. Und du denkst: „Für das Geld könnte ich einen Monat lang jeden Tag im Restaurant essen!“ Aber nein, du isst stattdessen eine trockene Scheibe Brot auf dem Weg zur Arbeit, weil das Kind den Rest vom Kühlschrank für sein Bastelprojekt zweckentfremdet hat.

Und dann, wenn du denkst, das Schlimmste sei vorbei, kommt: der Kindergarten! Plötzlich braucht das Kind Regenkleidung, Matschhose, Gummistiefel und eine Transportbox für die Laubbläser der Nachbarschaft. Aber das ist noch gar nichts. Irgendwann bekommt das Kind eine Einladung zum Geburtstag von Max. Und du musst ein Geschenk besorgen. Ein Geschenk für ein fünfjähriges Kind, das schon ein ferngesteuertes Auto besitzt, das größer ist als dein Fernseher. Also kaufst du einen LEGO-Stein für 30 Euro – und das Kind spielt lieber mit der Verpackung. Klassiker.
Die Schulzeit: Wenn der Spaß wirklich teuer wird
Ab der Grundschule wird es richtig ernst. Schultüte, Ranzen, Hefte, Stifte – und dann die erste Klassenfahrt. Die Klassenfahrt: Ein dreitägiger Ausflug ins Grüne, der dich 450 Euro kostet, weil das Kind angeblich einen „Erlebnisbauernhof mit Bio-Essen“ braucht. Aber das Kind kommt zurück und erzählt begeistert von der Rutsche im Schwimmbad und vom Kaugummi aus dem Automaten. Der Bauernhof? Waren wohl die Kühe zu langweilig.

Und dann die Hobbys! Fußball, Ballett, Klavier, Schwimmen – jedes Hobby kostet mindestens 50 Euro im Monat, plus Ausrüstung. Ich kenne eine Mutter, die drei Kinder hat und sagt: „Unser Familienbudget wird von einem Zirkus bestimmt, nur dass die Tiere meine Kinder sind und der Dompteur mein Konto.“ Sie hat recht. Irgendwann fragst du dich, ob du nicht lieber ein Pferd adoptieren solltest – das wäre billiger, und du müsstest keine Hausaufgaben-Kontrolle machen.
Die Teenager-Jahre: Das große Fressen
Und jetzt der absolute Höhepunkt: Teenager. Plötzlich will dein Kind Markenklamotten, ein Smartphone, das mehr kann als dein Laptop, und jeden Monat 50 Euro für „Essen mit Freunden“. Du denkst: „Habe ich nicht genug bezahlt?!" Aber nein. Das Kind wächst und wächst, und mit ihm die Kosten. Ein Freund erzählte mir, sein 15-jähriger Sohn habe letztens gefragt: „Papa, warum haben wir eigentlich kein Pool?“ Der Papa antwortete: „Weil wir dich haben, mein Sohn. Das ist teurer als ein olympisches Schwimmbad.“

Und dann kommt die erste eigene Wohnung oder das Studium – und du denkst: „Endlich! Freiheit!“ Aber nein, denn jetzt zahlst du die Miete für dein Kind, das da drin wohnt und dich trotzdem noch anruft, weil die Pizza nicht geliefert wird. Das ist wie eine Steuer auf Glück – man zahlt sie ein Leben lang.
Aber mal ehrlich: Dafür bekommst du auch was
Natürlich, all das klingt jetzt wie ein schlechter Witz. Aber wenn ich ehrlich bin: Jeder Cent ist vergessen, wenn das Kind dich plötzlich umarmt und sagt: „Papa, du bist der Beste.“ Oder wenn es dir stolz sein erstes selbst gemaltes Bild zeigt – das aussieht wie ein UFO mit Beinen, aber du hängst es trotzdem an den Kühlschrank. Diese Momente bezahlt man nicht mit Geld. Die kosten nur eine Tasse Geduld und ein bisschen Herz.
Also, wieviel kostet ein Kind? Alles, was du hast. Aber es gibt einen Rabatt: Liebe. Und die ist zum Glück unbezahlbar, oder? Aber trotzdem – kauf bloß keine 800-Euro-Kinderwagen. Dein Kind liebt den Karton mehr. Versprochen.
