Was Verdienen Eu Abgeordnete
Stell dir vor, du wachst morgens auf und dein Job ist es, über Gesetze für ganz Europa zu entscheiden. Klingt cool, oder? Aber halt – wer bezahlt eigentlich das Frühstück dieser EU-Abgeordneten, die in Brüssel und Straßburg fleißig debattieren? Und vor allem: Was verdienen die eigentlich? Keine Sorge, das ist kein Staatsgeheimnis. Es ist sogar ziemlich einfach und fast so spannend wie die Gehaltsverhandlung deines Nachbarn, der im Homeoffice arbeitet.
Das Grundgehalt: Eine runde Sache
Fangen wir mit der Basis an. Jeder EU-Abgeordnete bekommt ein Grundgehalt. Das ist monatlich gleich – egal, ob du aus Deutschland, Frankreich oder Malta kommst. Der Betrag liegt bei etwa 10.000 Euro brutto im Monat. Klingt nach viel, oder? Bevor du jetzt neidisch wirst: Davon gehen erstmal Steuern und Sozialabgaben weg (die zahlen sie nämlich an die EU, nicht ans eigene Land). Übrig bleiben so um die 7.000 Euro netto. Im Vergleich: Ein deutscher Durchschnittsverdiener hat vielleicht 2.500 Euro netto. Aber hey – die Abgeordneten arbeiten auch nicht im Homeoffice mit Kaffee und Jogginghose, sondern auf einem ganzen Kontinent.
„Stell dir vor, du musst jeden Monat zwischen Brüssel, Straßburg und deinem Heimatland hin- und herfliegen – das ist wie ein Dauerurlaub, nur ohne Sonne und mit mehr Aktenordnern.“
Die Extras: Spesen, Spesen, Spesen
Und hier wird es richtig lustig. Denn das Grundgehalt ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Abgeordneten bekommen nämlich noch üppige Zuschläge. Zum Beispiel 4.950 Euro pro Monat für Büro- und Reisekosten. Das klingt erstmal absurd, aber bedenke: Sie müssen Mitarbeiter bezahlen, Briefe schreiben und oft zwischen Brüssel und der Heimat pendeln. Ein Teil davon ist also echt. Trotzdem: Manche sparen clever und geben weniger aus – das Restgeld dürfen sie behalten. Ja, richtig gehört. Das ist wie wenn du 50 Euro fürs Mittagessen bekommst, aber nur 30 ausgibst – und die 20 Euro steckst du ein. Kritiker sagen: „Das ist doch unfair!“ Befürworter sagen: „Sie arbeiten rund um die Uhr, da ist das okay.“
Das tägliche Taschengeld
Und dann gibt es noch das Tagegeld für Reisetage. Pro Tag, den sie in Brüssel oder Straßburg sind, bekommen sie 350 Euro extra. Das soll Hotels, Essen und Taxis abdecken. Wenn du jeden Tag 350 Euro ausgeben müsstest, könntest du im Hotel de Paris schlafen und dreimal Hummer bestellen. Viele Abgeordnete nutzen aber günstige Hotels oder Apartments – und schon wieder bleibt Geld übrig. Ein bisschen wie beim Schüleraustausch: Deine Eltern geben dir 100 Euro Taschengeld mit, aber du isst nur Baguette vom Supermarkt und kaufst dir stattdessen ein Souvenir.

Die goldenen Renten und das „Abschiedsgeschenk“
Jetzt wird es richtig verrückt. Nach nur zwei Jahren im Amt haben EU-Abgeordnete Anspruch auf eine EU-Rente. Die ist nicht riesig, aber auch nicht knapp: etwa 3.500 Euro monatlich für den Rest des Lebens. Und das, obwohl sie vielleicht vorher nie in die EU-Kasse eingezahlt haben. Das ist wie wenn du nach deinem ersten Job eine Rente bekommst, nur weil du mal ein Praktikum gemacht hast. Okay, fast. Aber es gibt noch mehr: Einmalige Übergangsentschädigung – bis zu zwei Jahre lang bekommen ausgeschiedene Abgeordnete 70 % ihres Gehalts weiter. Das soll ihnen helfen, wieder einen Job zu finden. Stell dir vor, dein Chef zahlt dir zwei Jahre lang Gehalt, während du dir überlegst, ob du jetzt Bäcker oder Astronaut werden willst. Klingt nach einem guten Deal, oder?
„Einige Abgeordnete sagen scherzhaft: ‚Man verdient in der EU so gut, dass man sich danach eine Farm in der Toskana leisten kann – aber nur, wenn man clever mit den Spesen umgeht.‘“
Fazit: Ist das fair oder over the top?
Am Ende des Tages verdienen EU-Abgeordnete mehr als die meisten Menschen – das ist klar. Aber sie arbeiten auch unter einem besonderen Druck: Sie müssen vier Sprachen lernen, ständig zwischen Ländern reisen und sich mit Lobbyisten, Journalisten und wütenden Wählern rumschlagen. Das Grundgehalt ist transparent und für alle gleich. Die Spesen dagegen sind ein kleiner Garten Eden für Sparfüchse. Ob man das gut oder schlecht findet, bleibt dir überlassen. Aber eins ist sicher: Beim nächsten EU-Wahlkampf wirst du die Kandidaten mit anderen Augen sehen – und vielleicht sogar ein bisschen neidisch lächeln, wenn sie von ihren Reisekostenabrechnungen erzählen. Prost! Oder wie man in Brüssel sagt: Santé!
