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1 Schilling In Euro


1 Schilling In Euro

Kennst du das noch? Dieses leichte, silbrige Münzchen mit dem Edelweiß drauf? Der eine Schilling. Heute kramst du vielleicht staubige Schilling-Münzen aus einer alten Dose, die du beim Umzug gefunden hast. Und dann fragst du dich: „Was um alles in der Welt ist das heute noch wert?“

Die traurige Wahrheit: Ein Schilling in Euro

Also, lehn dich zurück. Du wirst lachen – oder weinen. 1 Schilling in Euro umgerechnet ist heute gerade mal 0,07267 Euro wert. Ja, richtig gelesen. Sieben Cent. Ein Hunderter-Schilling, der sich wie ein kleiner Goldbarren anfühlte, bringt dir heute nicht mal einen Kaffee. Nicht mal einen Espresso. Es reicht vielleicht für einen Kaugummi – aber nur, wenn du das Kleingeld aus dem Automaten noch mit „Bitte, Herr Automat“ anbettelst.

Ein Schilling, ein Kaisersemmel, ein Lächeln

Damals, so um 1999, konntest du für einen Schilling noch eine frische Kaisersemmel kaufen. Oder ein Schulweckerl. Der Bäcker warf dir das Brötchen mit einem Grinsen zu, du warfst die Münze in die Schale. Heute? Für sieben Cent bekommst du nicht einmal die Krümel eines Brötchens. Du könntest dir einen Cent dazulegen und eine Minute die Parkuhr betrügen – aber die nimmt ja eh nur Euro und Karte.

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Ich erinnere mich noch an meine Oma. Sie hatte immer eine kleine Geldbörse, die aussah wie eine getrocknete Kartoffel. Darin klimperten die Schillinge. „Für die Kirchenbesuche“, sagte sie. Heute müsste sie für die Kerze, die sie anzündet, fast 30 Schilling hinlegen. „Die Inflation,“ seufzt sie dann und stopft die Euro-Münzen in ihr Portemonnaie wie kleine, fremde Insekten.

Die Härte des Metalls, die Weichheit der Erinnerung

Weißt du noch, wie schwer die 10-Schilling-Münze war? Die fühlte sich an wie ein Mini-Panzer. Wenn du mit zehn Schilling in der Hosentasche zum Kiosk gingst, konntest du dir eine ganze Tüte Cola-Kracher kaufen. Oder zwei Weingummischlangen. Heute? Für diesen einen Zehner in Euro (rund 0,73 Cent) bekommst du vielleicht einen einzigen sauren Wurm – und der schaut dich dann vorwurfsvoll aus seinen Zuckerperlen an.

Der „Schilling-Check“ im Alltag

Stell dir vor, du gehst heute einkaufen. Du hast 10 Euro in der Tasche. Super, denkst du. Aber in Schilling-Gefühl sind das ungefähr 137 Schilling. Klingt nach viel, oder? Aber dann legst du eine Packung Butter, ein Brot und einen Joghurt in den Wagen. Zack, weg sind 90 Schilling. Der Rest für die Milch. Früher hättest du für 137 Schilling eine Armee von Semmeln kaufen können. Heute bekommst du dafür einen Korb mit drei Dingen und ein lautes „Bitte zahlen Sie an der Kasse“

Und dieses Gefühl, wenn du in Österreich einen 50-Schilling-Schein aus der Hosentasche zogst? Das war wie der kleine Bruder des großen 1000er. Der sah aus wie eine mystische Landkarte mit dem Antlitz von Otto Wagner drauf. Heute ist das ein knalliger 3,63-Euro-Zettel, den du nach dem Bezahlen oft genervt in die unterste Hosentasche stopfst.

Austria 1 schilling, 1959 ***/# 1,00 EURO
Austria 1 schilling, 1959 ***/# 1,00 EURO

Die große Portemonnaie-Romanze

Manchmal denke ich, die Währungsumstellung war eine heimliche Diät für unser Portemonnaie. Schilling-Münzen waren schwer, dick und rochierten in der Hosentasche wie ein Steinbruch. Euro-Münzen sind dünn, leicht und flitzen immer unter die Autositze. Ein 1-Schilling-Stück war so groß wie ein kleiner Knopf eines Wintermantels. Der 1-Euro? Ein dicker, goldener Brocken, der dir das Gefühl gibt, reich zu sein, bis du merkst, dass du dafür nur eine halbe Stunde Parken kriegst.

Erinnerst du dich an den Automaten an der Schule? Der Snickers für 6 Schilling. Heute kostet er 1,20 Euro – umgerechnet stolze 16,50 Schilling. Das ist fast der Preis für drei Riegel früher. Ich fühle mich mit jedem Euro, den ich in den Automaten werfe, ein bisschen betrogen. „Wo ist mein Schilling, Alter?“ flüstere ich dann leise.

Ein wertvolles Nichts

Und jetzt? Liegen diese Schilling-Münzen bei dir vielleicht noch unten im Schuhkarton unter dem Bett. Vielleicht zusammen mit einer alten Lederhose oder einem Briefmarkenalbum. 1 Schilling in Euro ist nichts. Eine Zahl, die lächerlich wirkt. Aber dieser eine Schilling war mal ein halbes Eis, ein Gruß von der Oma, das Klingeln an der Supermarktkasse, als du noch schnell das Wechselgeld zähltest.

Also, wenn du das nächste Mal eine alte 1-Schilling-Münze in der Hand hältst, lächle. Sie ist vielleicht nur sieben Cent wert. Aber sie ist unbezahlbar, wenn es um die Geschichten geht, die sie mit sich trägt. Und mal ehrlich: Welche Euro-Münze kann das schon von sich behaupten?

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