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Was Kostet Ein Kwh Strom


Was Kostet Ein Kwh Strom

Ah, die Frage aller Fragen: Was kostet eine kWh Strom? Man stellt sie sich beim Blick auf die Rechnung, beim Kaffeekochen oder wenn der Fön plötzlich viel lauter klingt als sonst. Die kurze Antwort: Keine Ahnung. Die lange Antwort ist lustiger.

Stellen Sie sich vor, der Strompreis ist wie ein U-Boot in der Nordsee. Er taucht mal auf, mal ab. Nur dass er bei Ihnen zu Hause immer teurer wird. Der Strompreis, der für eine Kilowattstunde fällig wird, besteht aus etwa einem Drittel Steuern, einem Drittel Netzgebühren und einem Drittel echter Energie. Und dann gibt es noch die Umlagen. Umlagen klingen wie ein niedliches Tier, sind aber das Gegenteil.

„Aber wieso kostet eine kWh plötzlich 40 Cent, wenn doch der Wind gratis weht?“, fragen Sie. Gute Frage, liebe Leserin, lieber Leser. Die Antwort: Die Börse.

Ja, die Strombörse in Leipzig. Da sitzen genervte Menschen in Anzügen und handeln mit Megawattstunden wie mit Trüffeln. Wenn es kalt ist und die Sonne nicht scheint, wird der Strompreis zum Luxusgut. Ein kWh kann dann ruckzuck das kosten, was ein Glas Prosecco beim Italiener kostet. Nur dass Sie den Strom nicht genießen, sondern damit die Heizung anwerfen. Unfair.

Meine unbequeme Meinung? Eigentlich ist der Strompreis völlig logisch. Wir zahlen nicht dafür, dass die Elektronen fließen. Die tun das kostenlos. Wir zahlen dafür, dass das Netz stabil bleibt, dass die Kohlekraftwerke stillstehen, wenn genug Wind weht, und dass die Atomkraftwerke langsam abgeschaltet werden. Und natürlich für die Umlagen, mit denen Solarpanels auf Opas Scheune subventioniert werden. Da ist das Geld für den Strom fast noch das kleinere Übel.

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Machen wir einen kleinen Test. Schalten Sie für eine Stunde Ihre Waschmaschine an. Wie viel kWh frisst die? Vielleicht 0,8. Dazu noch den Backofen beim Aufbackbrötchen backen: 1,5 kWh. Sie haben gerade für zwei Brötchen und eine Ladung Wäsche etwa 1,20 Euro verbrannt. Das ist teurer als ein Döner. Aber der Strom ist unsichtbar. Der Döner nicht. Deshalb regen wir uns über den Dönerpreis mehr auf.

Und jetzt der eigentliche Clou: Jeder von uns kann den Strompreis beeinflussen. Wie? Indem er den Stromanbieter wechselt. Das ist wie Dating. Man lässt den Alten sitzen, weil der Neue günstiger ist und öfter Grün liefert. Nur dass man beim Stromwechsel nicht blöd angeschaut wird, wenn man nach zwölf Monaten wieder abhaut. Stromanbieterwechsel ist gesellschaftlich voll akzeptiert, fast schon ein Sport.

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„Aber ich verstehe den Tarifwirrwarr nicht!“, jammern Sie. Kein Problem. Nehmen Sie den Tarif mit dem niedrigsten Arbeitspreis pro kWh und einem Bonus, der nicht wie ein Lockangebot aussieht. Fertig.

Zum Schluss die ehrliche Wahrheit: Eine Kilowattstunde ist heute so teuer wie ein Laib Brot. Vor fünf Jahren war sie noch günstiger wie eine Tüte Milch. Der Strompreis steigt, weil wir von etwas abhängig sind, das uns keiner garantiert: Wetter, Politik und Netzstabilität. Aber trösten Sie sich: Strom hat keine Miete, keinen Sprit und keine Reparatur. Er kommt einfach. Und wenn die Rechnung kommt, können Sie immer noch sagen: „Tja, Strom – das ist eben flüssig gewordene Lebensfreude mit Steuern drauf.“

Also, machen Sie das Licht aus, wenn Sie gehen. Das spart ein paar Zehntel kWh. Und kaufen Sie sich für das gesparte Geld einen Döner. Der schmeckt wenigstens nach was.

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