Internet Von Steuer Absetzen
Ah, das Internet. Unser bester Freund, manchmal unser größter Feind. Aber vor allem: ein riesengroßer Kostenfaktor. Und genau da kommt die Steuererklärung ins Spiel. Genauer gesagt: das Internet von der Steuer absetzen.
Hört sich an wie ein legaler Hack, oder? Ein bisschen so, als würde man dem Finanzamt ein Schnippchen schlagen. Die Wahrheit ist: Es ist total legal. Und ehrlich gesagt, finde ich, wir sollten es viel öfter und viel großzügiger tun.
Meine unpopuläre Meinung
Ich behaupte mal was: Jeder, der in Deutschland einen Internetanschluss besitzt, sollte ihn komplett absetzen dürfen. Ohne Diskussion. Warum? Weil wir ohne Internet schlichtweg nicht mehr existieren können. Wir bestellen Essen, wir banken, wir lernen, wir arbeiten, wir streiten mit Fremden über Katzenvideos – das alles ist Arbeit. Ja, sogar das Katzenvideo-Gucken. Es trainiert unsere Emotionen.
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Das Finanzamt sieht das natürlich etwas anders. Die wollen wissen: „Wieviel Prozent nutzen Sie beruflich, wieviel privat?“ Ernsthaft? Wer soll das bitte schätzen? Ich sage:
„Ich nutze es zu 100% beruflich, weil mein Job ohne Internet nicht existieren würde – und privat bin ich ja schließlich auch im Dienst der eigenen Mental Health.“Das ist mein Argument. Es ist schwach, aber ich bleibe dabei.
Der große Bluff mit den Prozenten
Die meisten von uns geben brav „50% beruflich“ an. Das ist so ein Standardwert. Aber mal ehrlich: Wenn Sie während der Arbeitszeit auf Facebook surfen oder YouTube für „Recherchezwecke“ nutzen, ist das dann privat oder beruflich? Ich finde, es ist beruflich getarnte private Erholung – und die sollte steuerlich voll absetzbar sein. Schließlich wäre man ohne diese Pausen völlig durch im Job.

Mein Vater, Gott hab ihn selig, hat immer gesagt: „Das Finanzamt ist wie ein strenger Onkel, der dir nicht glaubt, dass du das Geld wirklich brauchst.“ Und er hatte recht. Deshalb schlage ich vor: Setzen Sie einfach alles ab – den Router, das Kabel, sogar das WLAN-Passwort, das Sie für den Nachbarn ausgedruckt haben. Das ist sozial, und Soziales ist ja bekanntlich irgendwie auch Arbeit.
Die Wahrheit über den Steuerberater
Wenn Sie jetzt denken: „Aber der Steuerberater sagt, ich darf nur 20% absetzen!“, dann lügt der Steuerberater. Oder er ist ein Spielverderber. Ein guter Steuerberater sagt: „Tragen Sie ruhig 80% ein, und falls das Finanzamt nachfragt, sagen Sie, Sie leben in Ihrem Büro.“ Das ist doch mal ein Profi.

Ich habe mal einen Steuerberater getroffen, der selbst seinen Netflix-Account abgesetzt hat. Begründung: „Ich schaue mir Breaking Bad an, um zu lernen, wie man mit Druck umgeht – das ist Führungskompetenztraining.“ Der Mann war ein Genie. Oder ein Verrückter. Auf jeden Fall hatte er Humor.
Also, liebe Leser: Wenn Sie nächstes Jahr Ihre Steuererklärung machen, denken Sie an diesen Artikel. Denken Sie an den Router, der Tag und Nacht läuft. Denken Sie an die 50 Tabs, die Sie gleichzeitig offen haben. Und dann setzen Sie den Internetanschluss ab – mit einem breiten Grinsen. Das Finanzamt wird es Ihnen danken. Oder zumindest nicht auffliegen lassen.
Und falls doch... sagen Sie einfach, Sie hätten einen Blog über Steuerrecht geschrieben. Dann ist es nämlich beruflich.
