200 Schilling In Euro
Warum kramen so viele Österreicher noch alte Schilling-Münzen aus Kisten und Schubladen? Es ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Erinnerung an die Zeit vor dem Euro. Vielleicht liegt es auch an der Hoffnung, ein kleines, unscheinbares Stück Geld mit echtem Wert zu finden.
Der Hauptnutzen liegt auf der Hand: Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) tauscht Schilling-Banknoten und -Münzen unbegrenzt und kostenlos in Euro um. Das bedeutet, dass Ihr altes Erspartes nicht verloren, sondern nur umgewandelt ist. Es ist ein Service, der finanzielle Ordnung in den Alltag bringt und Platz im Portemonnaie schafft.
Stellen Sie sich vor, Sie entdecken in einer alten Jacke einen 200-Schilling-Schein. Auf den ersten Blick ist das nur ein Stück Papier mit Bertha von Suttner. Aber real sind das 14,53 Euro – genug für ein Mittagessen oder einen netten Kaffee mit Kuchen.
Der absolute Klassiker sind die Silbermünzen wie der 50-Schilling-Stück „Mozart“ oder der 100-Schilling „Mariazell“. Ihr Materialwert (Silber) lag oft über dem Nennwert. Das macht sie zu kleinen Schätzen, die heute mehr als ihren Euro-Gegenwert bringen können.
Ein häufiger Fehler: Horten aus Nostalgie. Das Geld verzinst sich nicht im Schließfach oder unter der Matratze. Im Gegenteil, durch Inflation verliert es jedes Jahr an Kaufkraft. Der Euro-Betrag bleibt gleich, aber das Leben wird teurer – Ihr Schilling wird still und leise weniger wert.
Um wirklich zu profitieren, sollten Sie Ihre Bestände sortieren und zählen. Legen Sie alle Scheine und Münzen zusammen und prüfen Sie auf dem OeNB-Portal den aktuellen Umrechnungskurs. Denken Sie daran: Nur saubere, echte Stücke werden angenommen – verschmutzte oder beschädigte separat prüfen lassen.
Ein weiterer praktischer Tipp: Gehen Sie nicht zur Bankfiliale, sondern direkt zur Nationalbank in Wien oder nutzen Sie die kostenlose Abgabe per Post. Banken verlangen oft Gebühren oder sind rechtlich nicht dazu verpflichtet. Die OeNB tauscht hingegen kostenfrei jeden Betrag.

Viele wissen nicht, dass auch alte Gedenkmünzen aus Kupfer und Nickel (etwa 50 Schilling „Stift Melk“) umtauschbar sind. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern bergen bares Geld. Ein 200-Schilling-Schein von 1988 ist heute so viel wert wie einer von 2001 – kein Wertverlust durch Alter.
Der wahre Genuss liegt aber im Fundglück. Suchen Sie systematisch: leere Geldbörsen, alte Sparbücher (die sind meist wertlos), Kisten auf Dachböden. Jeder gefundene 200-Schilling-Schein ist ein kleiner Bonus, den Sie direkt für etwas Schönes ausgeben können.
Abschließend: Betrachten Sie es als spannendes Hobby mit garantiertem Erfolg. Sobald Sie alle Schillinge umgetauscht haben, ist das Geld wieder flüssig und arbeitet für Sie. Nostalgie ist schön, aber finanzielle Freiheit ist besser.
Ein letzter Hinweis: Bewahren Sie keine Schillinge als „Notgroschen“ auf. Im Krisenfall können Sie damit nirgendwo bezahlen. Der einzige sichere Ort für altes Geld ist der Euro auf Ihrem Konto – aktiv und verfügbar.
Also, worauf warten Sie? Kramen Sie Ihre alten Schätze hervor, lassen Sie sie in Euro verwandeln und gönnen Sie sich etwas. Die österreichische Kultur lebt weiter, aber Ihr Geld nicht – tauschen Sie es aus!
