Flughafen Köln Bonn Dauerhaft Parken Für Behinderte
Das große Parkplatz-Paradoxon: Warum ich heimlich neidisch auf die Behinderten-Parkplätze am Flughafen Köln/Bonn bin
Also, Leute. Lasst uns über etwas sprechen, das sonst keiner laut sagt. Ich stehe da, auf dem Flughafen Köln Bonn, suche eine Stunde nach einem Parkplatz. Ich schwitze. Mein Koffer rollt mir schon auf die Zehen. Und dann sehe ich sie: Die Reihe der Dauerhaft Parken Für Behinderte-Plätze. Leer. Staubfrei. Fast unheimlich schön in ihrer perfekten Abwesenheit eines Autos.
Ich weiß, ich weiß. Das ist politisch nicht korrekt. Aber sagen wir ehrlich: Ein Teil von mir denkt: „Mensch, wäre ich doch nur… nein, stopp. Ich will ja niemandem etwas Schlechtes wünschen.“ Aber dieser Gedanke ist da. Blitzschnell. Und dann schäme ich mich.
Die heiligen Hallen der Nahpark-Zone
Vergesst Lounges. Vergesst Business Class. Der wahre Luxus auf dem Flughafen Köln Bonn sind diese Parkplätze. Direkt am Terminal. Kein Gepäck-Schleppen durch die Tiefgarage. Kein 15-minütiger Fußmarsch an quietschenden Einkaufswagen vorbei. Wer hier parkt, der hat es geschafft. Nein, nicht im Leben. Auf dem Parkplatz.
„Dieser Ort ist voller Poesie“, dachte ich neulich. „Die Poesie der Dauerhaften Bequemlichkeit.“
Ich stelle mir vor, wie die Besitzer dieser Ausweise ihren Urlaub beginnen. Ein bisschen wie James Bond, aber mit Rollator oder Rollstuhl. Sie rollen lässig aus dem Auto. Der Koffer ist schon auf dem Sitz. Fünf Schritte, und sie stehen am Check-in. Während ich noch mit meinem Koffer kämpfe, der sich weigert, die Bordsteinkante hochzukommen, sind die anderen schon am Gate. Mit einem Kaffee.

Das Gerechtigkeits-Gefühl
Natürlich ist es gerecht. Absolut. Die Behinderten-Parkplätze sind ein Segen. Sie sind ein Symbol dafür, dass unsere Gesellschaft nicht nur an die denkt, die schnell rennen können. Aber – und hier kommt meine unpopuläre Meinung – es fühlt sich manchmal an wie eine geheime Regel: „Soll der Rest der Welt leiden. Hauptsache, die Stammkunden hier haben genug Platz.“
Ich meine, schaut euch die Schilder an. „Dauerhaft Parken“ steht da. Nicht „Vielleicht Parken“ oder „Wenn gerade frei“. Nein, dauerhaft. Für immer. Bis ans Ende der Reise. So wie ich meinen Stresspegel.

Was wäre, wenn…?
Stellt euch vor, ich bekomme einen dieser Ausweise. Nicht weil ich muss. Sondern weil ich verstanden habe, wie man sich das Leben leichter macht. Ich würde jeden Tag eine kleine Show veranstalten. Aufstehen, aus dem Auto steigen, einen theatralischen Schmerz im Rücken simulieren („Aua, mein Ischias!“), und dann gemütlich zum Terminal schlendern. Der Sicherheitsbeamte würde mich sehen, mit einem Auge zuzwinkern und sagen: „Gute Reise, Genosse!“
Nein. Ich mache das nicht. Ich bin ein ehrlicher Mensch. Ich zahle meine 30 Euro für den P2-Parkplatz und laufe wie ein Karnickel über das Feld. Aber im Geiste? Da stehe ich auf diesen Plätzen. Jeden Tag.

Fazit (oder: Ein Plädoyer für mehr Snacks)
Also, liebe Flughafen-Gesellschaft. Wenn ihr schon diese fantastischen Dauerhaft Parken Für Behinderte-Plätze habt – und das ist großartig – dann baut doch für den Rest von uns eine Rolltreppe, die direkt vom Parkhaus ins Flugzeug führt. Oder noch besser: Verteilt an allen Schaltern kostenlose Brezeln. Dann müssen wir nicht auf die Plätze schielen, während wir mit dem Koffer kämpfen.
Bis dahin bleibe ich neidisch. Aber mit einem Lächeln. Denn am Ende des Tages ist es ein Privileg, überhaupt reisen zu können. Auch wenn ich dafür durch die Parkplatz-Hölle von Köln/Bonn wandern muss. Prost.
