Münze österreich Philharmoniker 1 10
Okay, Leute, lasst uns mal ehrlich sein. Reden wir über das große Glitzern da draußen. Ich meine die Münze Österreich Philharmoniker 1/10 Unze. Dieses kleine Stück Gold, das alle so lieben. Und wisst ihr was? Ich habe eine ziemlich unbeliebte Meinung dazu.
Alle tun so, als wäre diese Münze der heilige Gral der Anleger. Dabei ist sie vor allem eins: total unpraktisch. Habt ihr schon mal versucht, damit im Supermarkt zu bezahlen? „Einen Laib Brot, bitte, und hier ist meine 1/10 Unze Philharmoniker." Die Kassiererin würde euch auslachen. Oder
„Sie ist das musikalischste Gold der Welt – nur leider hört man beim Bezahlen keinen Walzer."
Schauen wir uns das Ding mal genau an. Die 1/10 Unze Philharmoniker ist winzig. So klein, dass ihr sie mit einer dieser Pinzetten aus dem Brettspiel „Operation" aufheben müsst. Sie geht im Staubsauger verloren, ihr findet sie nicht mehr in der Hosentasche, und wenn ihr sie dem Hund hinwerft, denkt der, es sei ein Leckerli. Viel Glück dabei, den Kauwiderstand eines Golden Retrievers mit einer Goldanlage zu messen.
Und dieser Preis! Für diese Linsengröße zahlt ihr einen unglaublichen Aufschlag. Ihr denkt, ihr kauft Gold? Nein, ihr kauft vor allem das Recht, eine extrem kleine Scheibe mit einem Musikinstrument darauf nervös in der Hand zu drehen. Die Wiener Philharmoniker würden wahrscheinlich selbst den Taktstock fallen lassen, wenn sie wüssten, für welchen Schnickschnack ihr Name missbraucht wird.
Ich sage euch: Der 1/10 Unze Philharmoniker ist das Kuscheltier unter den Goldmünzen. Sieht niedlich aus, macht aber nichts anderes als Staub zu fangen. Große Investoren lachen darüber. Die kaufen sich lieber einen Barren, auf den man sich setzen kann. Aber nein, der Otto-Normal-Verbraucher denkt: „Oh, ein Zehntel Unze aus Münze Österreich! Das ist so edel!"

Natürlich, das Design ist hübsch. Die Orgelpfeifen, das Orchester – alles sehr schön. Aber wisst ihr, was auch hübsch ist? Ein 50-Cent-Stück. Und das kostet nicht 260 Euro. Wenn ich mir das große Goldstück ansehe, die ganze Unze, dann verstehe ich den Hype ja noch. Das ist eine Wucht! Das ist ein Sterlingsilber-Schwan! Aber die 1/10? Das ist eher eine Gold-Ente. Eine quietschende Gummiente aus Edelmetall.
Und lasst mich nicht mit dem Etui anfangen. Dieses schwarze Kästchen, in dem sie kommt. Es ist größer als die Münze selbst! Ihr öffnet die Schatulle, es raschelt, es knistert – und dann liegt da ein kleiner Goldpunkt. Wie ein Konfetti, das sich verlaufen hat.
„Ich habe eine Schatzkiste für einen Schatz gekauft, der in einen Kaugummiautomaten passen würde."

Ich meine, klar, für den Einstieg ist sie okay. Aber lasst uns doch mal den Philharmoniker in seiner ganzen Pracht feiern, statt in dieser Mini-Ausgabe. Die 1/10 Unze ist der Vorspeisenteller eines Fünf-Gänge-Menüs. Man ist hinterher immer noch hungrig und hat das Gefühl, zu viel für eine Kleinigkeit bezahlt zu haben.
Trotzdem rennen alle hin. „Ich muss unbedingt eine Münze Österreich Philharmoniker 1/10 haben, sonst bin ich kein echter Gold-Fan!" Ich sage: Seid mutig! Kauft einen Barren, der nicht aussieht wie ein Ohrring. Oder, noch besser, kauft euch von dem Geld ein gutes Abendessen. Da habt ihr mehr von. Denn am Ende des Tages kann man einen Philharmoniker zwar anfassen, aber essen kann man ihn nicht. Und auf den Wertverlust, wenn ihr ihn verschluckt, zahlt auch keine Versicherung.
Also, liebe Goldfreunde, möge mein kleines Geständnis euch zum Schmunzeln bringen. Die 1/10 Unze Philharmoniker ist niedlich. Aber sie ist und bleibt das Pfundskerlchen der Münzwelt – süß anzuschauen, aber im Alltag völlig nutzlos. Prost!
