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Wieviel Pensionisten Hat österreich


Wieviel Pensionisten Hat österreich

Stellen Sie sich vor, Sie gehen am Vormittag durch die Stadt. Überall Kaffee, Kuchen, kleine Hunde in Taschen. Die Bänke sind voll. Die Parks auch. Und Sie denken: Wieviel Pensionisten hat Österreich eigentlich?

Die Antwort ist natürlich: zu viele. Ja, Sie haben richtig gehört. Das ist meine unpopuläre Meinung, und ich stehe dazu. Ehrlich. Wir haben so viele Pensionisten, dass sie fast schon eine eigene Klimazone bilden. Nordöstlich von Wien? Das ist die Rentner-Steppe. Südlich von Graz? Ruhestands-Savanne. Ganze Gegenden sind nur noch für die Generation Genuss reserviert.

Laut Statistik (die irgendwo rumliegt und die ich nicht nachschlagen werde) sind es locker über 2,5 Millionen. Aber das Gefühl sagt: Jeder Zweite ist im Ruhestand. Fahren Sie mal mit dem Bus. Kein einziger Schüler. Nur Herr Müller mit seinem Klapprad, Frau Meier mit dem Falteinkaufswagerl und Oma Margit, die den Fahrplan auswendig kennt, weil sie eh den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat.

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„Früher war die Rente ein Geschenk. Heute ist sie eine Massenbewegung. Pensionisten Österreichs – vereinigt euch!“ – denke ich mir, wenn ich am Samstag um 9 Uhr beim Frühstück sitze und draußen schon die erste Nordic-Walking-Kolonne vorbeirauscht.

Und was machen die alle? Sie reisen. Kroatien, Italien, Mallorca – aber nur im Frühling, weil es da nicht so voll ist. Sie gärtnern. Jeder Balkon ist ein kleiner Dschungel. Sie diskutieren im Kaffeehaus über die Politik, als ob sie noch was zu sagen hätten. Sie organisieren Feste, Seniorentreffs und Tanzcafés. Das nennt man dann Aktives Altern. Ich nenne es Übernahme.

Aber mal ehrlich: Wir alle lieben sie. Ohne die Pensionisten würde Österreich zusammenbrechen. Wer passt auf die Enkel auf? Wer pflanzt die Blumen auf dem Friedhof? Wer liest die Kronen Zeitung vor und kommentiert jeden Artikel laut? Sie tun es. Und sie machen es gut. Nur: Es sind einfach so viele.

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Stellen Sie sich vor, Sie sind 30. Sie stehen an der Kassa im Supermarkt. Vor Ihnen: Eine Schlange von Rentnern. Jeder bezahlt mit Kleingeld. Jeder braucht einen Stamperl von der Wurst. Jeder hat eine Bitte und eine Geschichte. Die Kassiererin hat schon graue Haare vom Zuhören. Und Sie stehen da und denken: „Meine Zukunft sieht aus wie Bad Ischl im Jänner. Langsam, gemütlich und mit viel Melange.“

Meine unpopuläre Meinung ist deshalb: Wir sollten nicht fragen „Wieviel Pensionisten hat Österreich?“ Sondern: „Wer sind die letzten 10 Prozent Arbeiter, und warum haben sie noch keinen Ausweis namens Pensionisten-Club bekommen?“

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Denn seien wir ehrlich: Wenn Sie in Wien bei Rot über die Straße gehen, hupt niemand. Warum? Weil hinter dem Steuer ein 78-Jähriger sitzt, der selber nicht mehr so gut sieht. Die Polizei winkt nur müde. Auch die sind bald in Rente. Es ist eine Selbsthilfegruppe geworden – das ganze Land.

Also: Österreich hat massig Pensionisten. Mehr als genug. Und sie sind fantastisch. Laut, organisiert, manchmal grantig. Aber sie haben gewonnen. Der Kampf ist vorbei. Der Ruhestand regiert. Und ich? Ich mache mir langsam Sorgen um meinen eigenen Sitzplatz am Kaffeehaustisch. Denn da sitzen jetzt schon die 80-Jährigen, die bis fünf Uhr bleiben. Und ich bin noch 40. Das wird eine ungemütliche Zukunft. In Pension kann jeder gehen – aber die Pensionisten haben schon alles besetzt. Prost!

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