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Wieviel Kilometergeld Bekommt Man Vom Finanzamt


Wieviel Kilometergeld Bekommt Man Vom Finanzamt

Stell dir vor: Du fährst mit dem Auto zu einem Termin für deinen Job – und bekommst dafür Geld vom Finanzamt. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Genau darum geht es beim Kilometergeld, auch bekannt als Reisekostenpauschale. Dieser kleine Betrag pro Kilometer kann dir jedes Jahr hunderte Euro an Steuern sparen, wenn du ihn richtig nutzt.

Das Finanzamt erkennt an, dass berufliche Fahrten dich Geld kosten – Sprit, Verschleiß, Zeit. Deshalb bekommst du pro gefahrenen Kilometer eine steuerfreie Erstattung oder kannst ihn als Werbungskosten absetzen. Der Clou: Du musst keine Quittungen sammeln, sondern nur nachweisen, wohin du gefahren bist. Das macht die Sache einfach und praktisch für jeden Arbeitnehmer.

Doch wie viel Geld bekommst du genau? Aktuell zahlst du für jeden gefahrenen Kilometer mit dem eigenen PKW 0,30 Euro vom Finanzamt – und das pro einfacher Strecke. Ja, du hast richtig gehört: Nicht für Hin- und Rückfahrt, sondern nur für die Hinfahrt zum Kunden oder zur Fortbildung. Bei 20 Kilometern einfacher Strecke sind das bereits 6 Euro pro Tag – bei 100 Einsätzen im Jahr also 600 Euro netto.

Für andere Fahrzeuge gelten andere Sätze. Mit dem Motorrad oder Roller bekommst du 0,20 Euro pro Kilometer, mit dem Fahrrad leider gar nichts vom Finanzamt (außer du nutzt eine spezielle Pauschale für Diensträder). Aber Achtung: Das Kilometergeld gilt nur für berufliche Fahrten – nicht für den täglichen Weg zur Arbeit. Für den Arbeitsweg gibt es die Entfernungspauschale von 0,30 Euro pro Kilometer, aber nur für die einfache Strecke ab dem ersten Kilometer.

Der größte Vorteil? Du musst nicht warten, bis dein Chef dir das Geld gibt. Wenn du selbst fährst und keine Erstattung vom Arbeitgeber bekommst, trägst du die Kosten in deiner Steuererklärung als Werbungskosten ein. Das senkt dein zu versteuerndes Einkommen – und damit deine Steuerlast. Ein Beispiel: 1.000 berufliche Kilometer mit dem Auto ergeben 300 Euro Werbungskosten. Bei einem Steuersatz von 30 Prozent sparst du rund 90 Euro Steuern.

Erhöhung Kilometergeld ab 1. Jänner 2025 in Kraft – FCG Post
Erhöhung Kilometergeld ab 1. Jänner 2025 in Kraft – FCG Post

Doch es gibt eine wichtige Falle: Du brauchst einen Nachweis über jede Fahrt – am besten ein Fahrtenbuch oder eine einfache Liste mit Datum, Ziel und Zweck. Das Finanzamt prüft das streng, denn viele vergessen es. Tipp: Notiere direkt nach der Fahrt die Kilometer auf deinem Smartphone oder in einem Kalender – das spart später Ärger.

Was ist mit Elektroautos? Hier gibt es eine gute Nachricht: Auch für E-Autos gilt der gleiche Satz von 0,30 Euro pro Kilometer. Allerdings kannst du zusätzlich die Ladekosten als Werbungskosten absetzen, wenn du sie genau nachweist. Das ist ein Bonus für umweltbewusste Fahrer. Achte aber drauf, dass du nicht doppelt kassierst – entweder Kilometergeld oder tatsächliche Kosten, nie beides.

Erhöhung des Kilometergelds für Dienstfahrten ab 2025 - Steuerberatung
Erhöhung des Kilometergelds für Dienstfahrten ab 2025 - Steuerberatung

Ein praktischer Tipp zum Schluss: Kombiniere das Kilometergeld mit der Homeoffice-Pauschale, wenn du von zu Hause arbeitest. Fährst du mehrmals pro Woche ins Büro oder zu Kunden, kannst du beides nutzen. Das Finanzamt erlaubt das, solange die Fahrten klar getrennt sind. Und denk dran: Je mehr du dokumentierst, desto sicherer ist deine Steuererstattung.

Also, nichts wie los: Fahr deine beruflichen Kilometer, sammle die Belege – und lass dir dein Kilometergeld vom Finanzamt geben. Es ist dein gutes Recht, und mit ein bisschen Organisation wird aus jedem Kilometer echtes Geld in deiner Tasche. Probier es aus – dein Konto wird es dir danken!

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