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Wie Hoch Ist Die Schenkungssteuer In österreich


Wie Hoch Ist Die Schenkungssteuer In österreich

Verschenken leicht gemacht: Die Sache mit der Steuer

Stellen Sie sich vor: Ihre Tante Erna, die eigentlich immer nur „zu Weihnachten gibt’s was Kleines“ sagt, steht plötzlich mit einem dicken Umschlag vor der Tür. „Das ist für dich, mein Schatz, damit du dir was Schönes kaufen kannst.“ Sie reißt den Umschlag auf – und es sind 50.000 Euro drin. Herzlichen Glückwunsch! Aber halt: Darf Tante Erna das einfach so? Und was sagt der Fiskus dazu? Keine Panik, Schenken in Österreich ist viel entspannter, als die meisten denken. Und die Schenkungssteuer – die es übrigens seit 2008 gar nicht mehr so gibt, wie man sie kennt – ist eigentlich eine ziemlich lustige Sache.

Der große Irrtum: Die Steuer, die keine (richtige) ist

Erst einmal die gute Nachricht: Wenn Tante Erna Ihnen die 50.000 Euro bar auf die Kralle gibt, müssen Sie nicht sofort ans Finanzamt schreiben. Die klassische Schenkungssteuer wurde 2008 vom Verfassungsgerichtshof gekippt. Man dachte: „Wieso soll jemand Steuern zahlen, nur weil Oma lieb ist?“ Also fiel die Steuer weg.

„Aber Vorsicht: Der Staat hat ein hervorragendes Gedächtnis. Er hat die Steuer nur umbenannt.“
Statt einer „Schenkungssteuer“ gibt es jetzt die „Schenkungsmeldepflicht“ – und die kann unter bestimmten Umständen trotzdem zur Grunderwerbsteuer oder zur Einkommensteuer führen. Klingt kompliziert? Ist es auch ein bisschen. Aber der Clou: Sie müssen fast nie etwas bezahlen, wenn Sie die Regeln kennen.

Die magischen Freibeträge – Ihr bester Freund

Hier kommt das Herzstück: Österreich liebt seine Freibeträge. Sie sind wie diese Sonderangebote im Supermarkt, nur besser. Für Schenkungen unter Lebenden gilt: Alle zehn Jahre dürfen Sie einer Person bis zu 50.000 Euro schenken – komplett steuerfrei. Das ist nicht nur für Tante Erna gedacht, sondern auch für Eltern an Kinder, für Geschwister oder gute Freunde. „Zwischen Ehepartnern oder eingetragenen Partnern ist der Freibetrag sogar noch höher, aber das ist eine andere Geschichte“, sagt der Steuerberater mit einem Augenzwinkern. Wenn Sie also Omas Porzellanservice im Wert von 8.000 Euro bekommen, atmen Sie durch. Kein Cent geht ans Finanzamt. Erst wenn jemand innerhalb von zehn Jahren mehr als 50.000 Euro von derselben Person bekommt, wird’s spannend. Dann zahlt man auf den Überhang – also den Betrag über 50.000 Euro hinaus – eine Steuer. Aber die ist lächerlich niedrig: zwischen 0,5 und 2,5 Prozent, je nachdem, wer da wem was schenkt. Nennen wir es die „Freundschafts-Rabatt-Steuer“.

Die witzigste Falle: Das Sparbuch

Jetzt wird’s richtig skurril. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein altes Sparbuch von Oma gefunden. Es liegt seit 30 Jahren unberührt im Schrank. Wenn Oma Ihnen das Sparbuch schenkt, muss der Wert des Geldes auf dem Konto gemeldet werden. Aber wehe, Sie heben das Geld ab, bevor Sie die Schenkung melden! Dann könnte das Finanzamt denken, Sie hätten das Geld „erarbeitet“ – und plötzlich fällt Einkommensteuer an. Die Lösung?

„Einfach vorher zum Notar oder zur Bank gehen und die Schenkung anmelden – das ist wie ein Eintrag ins Gästebuch des Staates: kostenlos, aber wichtig.“
Viele Leute scheitern genau hier: Sie glauben, Schenken sei wie ein heimliches Geschenk unterm Weihnachtsbaum. Ist es nicht. Der Staat will wissen, wer wem was gibt – nicht, weil er gemein ist, sondern weil er Steuerbetrug verhindern will.

Das Happy End: Wie Sie zum Schenkungs-Profi werden

Die beste Nachricht zum Schluss: In Österreich können Sie fast alles verschenken – Geld, Häuser, Aktien, Oldtimer – ohne eine einzige Euro Steuer zu zahlen, solange Sie die Freibeträge und die Meldefristen einhalten. Die Meldefrist beträgt übrigens drei Monate ab dem Tag der Schenkung. Also kein Grund zur Hektik. Wenn Sie also das nächste Mal von Tante Erna 50.000 Euro bekommen, oder Sie selbst Ihrem Patenkind 20.000 Euro schenken wollen: Lächeln Sie. Sie sind auf der sicheren Seite. Und denken Sie dran: Schenken ist die schönste Art, Steuern zu sparen – solange Sie es dem Finanzamt erzählen. Also los, verschenken Sie mit Freude! Nur heimlich sein müssen Sie nicht mehr.

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