Was Kostet Wunschkennzeichen In österreich
Stell dir vor: Du ziehst in eine neue Stadt, hast endlich den perfekten Parkplatz vor der Wohnung gefunden – und dann hält dich jeden Morgen ein fremdes Auto auf. Aber nein, es ist noch schlimmer: Dein eigenes Kennzeichen ist eine Buchstaben-Suppe, die klingt wie ein Niesanfall aus den 90ern. „W-123 AB“ – das ist doch kein Kennzeichen, das ist eine Bestellnummer für einen Dosenöffner.
Darum geht’s: In Österreich darfst du dir dein Wunschkennzeichen kaufen. Ja, richtig gehört! Du musst nicht mit einem Kennzeichen rumfahren, das aussieht, als hätte es der Zufall beim Bingo gewürfelt. Stattdessen kannst du „SALZ-ROCK“ oder „WIEN-LOVE“ wählen – solange es gerade noch legal ist. Aber: Was kostet der Spaß eigentlich? Und lohnt es sich?
Der Preis: Kleines Geld für große Eitelkeit
OK, fangen wir mit den harten Fakten an, aber ohne Steuerberater-Gesicht. Ein Wunschkennzeichen in Österreich kostet dich einmalig 226,80 Euro. Ja, das klingt nach einem kleinen Vermögen, aber überleg mal: Das ist weniger als ein Paar Sneaker, die du eh nur auf der Couch trägst. Oder vergleich es mit deiner letzten „Ich gönn mir was“-Bestellung bei Amazon – da waren es 240 Euro für eine Kaffeemaschine, die du nach drei Wochen nicht mehr magst. Das Kennzeichen hingegen bleibt dir Jahre, solange du es nicht mit einem Pfosten küsst.
Und hier der Clou: Die 226,80 Euro sind der absolute Preis. Keine versteckten Gebühren, keine monatlichen Kosten. Du zahlst einmal, und dein Kennzeichen ist so individuell wie deine Kaffeetasse mit dem doofen Spruch „Aber hallo!“. Fast – sobald du es anmeldest, ist es für immer dir zugeordnet.
Der Antrag: Ein Abenteuer zwischen Bürokratie und Träumerei
Du denkst jetzt: „Klar, das ist einfach, da geh ich online.“ Falsch gedacht, mein Freund. In Österreich läuft das so: Du gehst zur Behörde (genauer: zur Bezirkshauptmannschaft oder zum Amt der Landesregierung) und füllst ein Formular aus. Ja, das klingt nach einem Urlaub im Finanzamt, aber es ist eigentlich harmlos. Du musst nur angeben, welches Kennzeichen du willst, und ob es verfügbar ist. Das nennt sich „Reservierung“.

Stell dir vor, du bestellst dir ein T-Shirt mit Aufdruck, aber die Druckerei sagt: „Tut mir leid, ‚SUPER-DADDY‘ ist schon vergeben an einen Typen mit Goldkette und Cabrio.“ So ähnlich. Also check vorher, ob dein Wunsch frei ist – das kannst du online im Wunschkennzeichen-Portal deines Bundeslandes machen. Und bitte: Kein „SEX-123“ oder „W-OAF“ (sorry, das ist zu offensichtlich). Die Behörde hat einen guten Geschmack und lehnt alles ab, was gegen die öffentliche Ordnung oder den guten Sitten verstößt. Also kein „HILFE“ oder „UFF-ALDA“.
Die kreative Hürde: Was sagst du über dich aus?
Jetzt kommt der schwierigste Teil: Die Wahl. Du stehst im Amt, das Formular nass im Plastik-Stift, und plötzlich wird dir klar: Mit diesem Kennzeichen definierst du deine Persönlichkeit für die nächsten fünf Jahre. „Bist du der Typ für coole Sprüche oder eher der, der ‚DONUTS‘ wählt, weil er sonst nichts findet?“ Ich kenne einen Kollegen, der hat „ZUG-ELLA“ gewählt – weil er als Kind immer mit der Eisenbahn gespielt hat. Seine Frau hat ihn ausgelacht, aber er fährt jetzt stolz durch Graz wie ein Lokführer auf Abwegen.

Ein anderer Freund hat „SALZB-1“ genommen, obwohl er nur einen Fiat Panda fährt. Als ich ihn fragte warum, sagte er: „Ich wollte, dass die Leute denken, ich bin der Bürgermeister.“ Am Ende war es eine Fehlinvestition, denn niemand grüßte ihn. Aber hey: Es war sein Geld, seine Eitelkeit.
Die Realität: Wenn das Kennzeichen zum Running Gag wird
Und hier die große Pointe: Am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen, die mit einem Blechschild durch die Gegend kurven. Ein Wunschkennzeichen ist wie eine Krawatte mit Comic-Figuren – manche finden es witzig, andere rollen mit den Augen. Aber eins ist sicher: Du wirst jedes Mal grinsen, wenn du dein Auto siehst. Vor allem, wenn du an der Ampel neben einem Kennzeichen mit „GWD-001“ stehst (das klingt wie eine geheime Regierungsabteilung).

Also: Ist es das Geld wert? Wenn du 226,80 Euro für ein Lächeln jeden Morgen übrig hast – klar! Wenn du lieber ein neues Handy kaufst, dann lass es bleiben. Aber eins sag ich dir: Die 226,80 Euro sind eine Investition in deine persönliche Legende. Und wenn du eines Tages auf dem Flohmarkt dein altes Kennzeichen siehst, wirst du zu deinem Enkel sagen: „Das war mal meins. Ich war damals der King der Parklücken.“
Fazit: Ein Wunschkennzeichen in Österreich kostet 226,80 Euro, aber den Spaß, den du damit hast, bekommst du nirgendwo anders. Also ran an die Buchstaben, aber bitte kein „SEX-DRIVE“ – das lehnen sie garantiert ab. Deine Oma wird trotzdem stolz auf dich sein.
