Förderung Barrierefreies Bad Niederösterreich
Meine unbequeme Meinung zum barrierefreien Bad in NÖ
Also gut, ich sag’s jetzt einfach. Ich finde die Förderung Barrierefreies Bad Niederösterreich zwar gut – aber irgendwie auch ein bisschen langweilig. Klingt das komisch? Vielleicht. Aber bleiben Sie mal kurz bei mir.
Jeder redet von Haltestangen, rutschfesten Fliesen und Duschwannen ohne Kanten. Total sinnvoll, klar. Aber wo bleibt der Spaß? Wo ist der Wow-Effekt, wenn Oma Herbert plötzlich mit einem Gymnastikball in der Dusche steht? Okay, das wäre übertrieben. Aber ein bisschen mehr Glanz fürs Geld dürfte sein.
„Ein barrierefreies Bad muss nicht aussehen wie ein Krankenhaus-Flur aus den 1980ern. Es darf auch nach Wellness schreien – nur leise und mit Haltegriff.“
Stellen Sie sich vor: Sie beantragen die Förderung beim Land NÖ. Der Antrag ist ein einziger Papierkrieg. Sie kämpfen mit Formularen, die so unleserlich sind wie die Schrift eines Arztes. Und am Ende kommt ein netter Herr von der Gemeinde, der prüft, ob Ihre neue Dusche auch wirklich barrierefrei ist. Er misst den Türdurchgang. Er checkt die Rutschfestigkeit. Er macht ein Foto. Danke, fertig.
Und ich denke mir: Hätten wir nicht alle etwas mehr Tamtam verdient? Vielleicht eine kleine Fanfare, wenn die erste Dusche ohne Stufe genommen wird. Vielleicht eine Torte in Form einer Duschmatte. Aber nein, es bleibt nüchtern. Förderung ist eben Ernst, sagen die Leute. Ich sage: Förderung darf auch Vorfreude sein.
Das Schöne ist ja: Die Aktion „Barrierefreies Bad NÖ“ macht vieles möglich. Sie bezuschusst den Umbau für Menschen mit Behinderung, für Senioren, für alle, die länger selbstständig leben wollen. Das ist großartig. Aber ich wünsche mir mehr Mut zur Farbe. Warum muss eine Haltegriff immer aus glänzendem Edelstahl sein? Warum nicht in knalligem Orange? „Das wäre ja unprofessionell“, sagen die Hersteller. Ich finde: Lebendig wäre das.

Und noch was: Die Förderung wird oft als lästiges Bürokratie-Monster beschrieben. Vielleicht stimmt das. Aber stellen Sie sich vor, Sie müssten morgen ohne Hilfe ins Bad. Keine Stange, keine ebenerdige Dusche, kein Platz für den Rollstuhl. Dann wird aus „lästig“ ganz schnell „lebensnotwendig“. Das verstehen die Leute in Niederösterreich zum Glück. Die Fördersummen sind da. Die Anträge laufen. Das ist unser Ernstfall mit Handtuchhalter.
„Wer schon einmal versucht hat, mit einem Bein in der Gips-Schale zu duschen, der weiß: Barrierefreiheit ist kein Luxus. Es ist Befreiung – mit Wasser und Seife.“
Ich will nicht unfair sein. Die Förderungen des Landes Niederösterreich sind ein Segen. Sie helfen Tausenden. Aber ich fordere eine kleine Revolution: Lasst uns diese Bäder feiern! Macht aus dem Förderantrag einen kleinen Event. Statt Stempel: eine Urkunde mit goldenem Wasserhahn. Und als Geschenk einen Gutschein für Badesalz. Das wäre doch mal was.

Bis dahin bleibe ich respektvoll, aber unbequem. Ja, die Förderung Barrierefreies Bad Niederösterreich ist wichtig. Ja, sie ist durchdacht. Aber sie könnte ruhig ein bisschen mehr Schmäh vertragen. Denn am Ende will doch jeder in seinem Bad nicht nur sicher, sondern auch fröhlich sein. Oder? Na also.
Also: Antrag stellen, ein bisschen schimpfen, und dann die neue Dusche mit einem Grinsen genießen. Vielleicht sogar mit einem Wasserspritzer in Orange. Das wäre mein unpopuläres Fazit.
