Dr Pabst Zahnarzt
Sie kennen das sicher: Sie sitzen im Wartezimmer, die Zeitschrift ist drei Jahre alt, und im Kopf läuft der Countdown bis zum Bohrer. Aber heute spreche ich über einen Mann, einen Mythos, eine Zahnfee mit Bohrer: Dr. Pabst Zahnarzt.
Ja, Sie haben richtig gelesen. Dr. Pabst Zahnarzt. Nicht „Dr. Pabst, Zahnarzt“. Nein. Sein Name ist Dr. Pabst Zahnarzt. Als ob sein Vater schon wusste: „Junge, du wirst Löcher füllen oder gar nichts.“ Das ist kein Beruf, das ist eine Berufung. Eine Schicksalsbestimmung fürs Leben. Ich stelle mir vor, wie er als Kind am Frühstückstisch sagt: „Mama, ich will später Menschen erschrecken – aber mit einer kleinen Spritze und viel Smalltalk.“
„Keine Angst“, sagt Dr. Pabst immer, während er mit dem Spiegel in Ihrem Mund herumstochert. „Das ist nur die Sondierung. Sie werden gleich ein leises Surren hören.“
Und dieses Surren! Es klingt wie ein wütender Hummer, der versucht, Morsezeichen zu klopfen. Aber Dr. Pabst hat eine Superkraft: Er redet sich durch jede Behandlung. Während Sie mit offenem Mund dasitzen und sabbern, erzählt er von seinem neuen Rasenmäher. Sie nicken, weil Sie nicht anders können. Dr. Pabst Zahnarzt – der einzige Mensch, der Sie dazu bringt, über Mähroboter zu diskutieren, während er Ihren Backenzahn rettet.
Warum ich ihn heimlich vergöttere
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Ich finde Dr. Pabst großartig. Wirklich. Ja, andere mögen den Zahnarzt hassen. Aber Dr. Pabst ist anders. Er hat diese Art von Ruhe, die nur Menschen haben, die schon tausend weinende Erwachsene gesehen haben. Er fragt nie „Tut das weh?“, weil er die Antwort kennt. Stattdessen sagt er: „Gleich kommt ein kleiner Pieks. Denken Sie an Urlaub.“ Und schwups, er hat schon die Hälfte der Arbeit erledigt, während Sie noch über Ibiza sinnieren.
Und seine Praxis ist ein Museum der Skurrilität. An der Wand hängt ein Bild von einem lächelnden Biber. Im Wartezimmer liegen nicht GEO oder Brigitte, sondern Zahnrad – eine Fachzeitschrift für Zahntechnik. Und die geklammerten Ausgaben. Wer blättert da drin? Niemand. Aber es zeigt: Dr. Pabst Zahnarzt lebt seinen Traum. Rund um die Uhr. Sogar im Wartezimmer.

„Der Mensch ist, was er isst – aber auch, was er beißt“, soll er einmal zu einer Patientin gesagt haben, während er eine Füllung polierte. Sie lachte, verschluckte sich fast, und er meinte nur: „Sehen Sie, Lachen lockert den Kiefer.“
Manche sagen, er rieche nach Chloroform und Menthol. Ich sage: Das ist der Duft von Ehrlichkeit. Er versteckt nichts. Keine Entspannungsmusik mit Delfingequitsche. Nur das Summen der Turbine und sein leises „Gut, gut, gut…“. Das ist beruhigend. Wie ein Mantra. Alles wird gut, solange Dr. Pabst das sagt.
Das Geheimnis seines Erfolgs
Dr. Pabst hat verstanden: Man muss nicht nett sein, man muss echt sein. Er nennt Karies „Karieschen“. Plaque ist bei ihm „der kleine Belag, den wir gleich weghausieren“. Und wenn er die Spritze zeigt, sagt er nicht „Das wird gleich unangenehm“, sondern: „Jetzt kommt eine kleine Überraschung aus dem Kühlschrank.“ Dieser Mann ist ein Poet der Mundhöhle.

Ja, zugegeben: Dr. Pabst Zahnarzt klingt wie ein Witz. Wie ein Name aus einem Loriot-Sketch. Aber genau das ist sein Trumpf. Wenn Sie zu ihm gehen, wissen Sie: Hier wird nicht getrickst. Hier wird gebohrt, gespült, gelacht und geschwitzt. Am Ende zahlen Sie, gehen raus – und haben irgendwie ein bisschen weniger Angst vor dem nächsten Mal.
Und wenn Sie das nächste Mal diesen Namen hören – Dr. Pabst Zahnarzt –, dann denken Sie an mich. Und lächeln Sie. Mit sauberen Zähnen, versteht sich. Er würde es so wollen.
