50 Km H Zu Schnell Autobahn österreich
Stell dir vor: Du cruist auf der österreichischen Autobahn, die Sonne knallt, „Auf der Autobahn“ von Kraftwerk läuft in Dauerschleife in deinem Kopf – und plötzlich blitzt es. Böser Blitz. Ein Blitzerfoto, das aussieht wie ein Beweisfoto für einen Bankraub. Du schaust auf den Tacho: 150 km/h. Erlaubt sind 130. Also 50 km/h zu schnell auf der Autobahn in Österreich. Herzlichen Glückwunsch, du bist jetzt offiziell ein Verbrecher.
Die österreichische „Willkommens-Matte“
Österreich ist wunderschön, keine Frage. Aber die Strafen für Raser sind so einladend wie ein Bär, der dein Gulasch klauen will. 50 km/h zu schnell? Das ist keine kleine Sünde, das ist die Autobahn-Todsünde. Während in Deutschland bei 50 km/h zu schnell (außerhalb geschlossener Ortschaften) „nur“ 200 Euro und ein Monat Fahrverbot drohen, wird in Österreich der dicke Hammer ausgepackt: 150 bis 2.180 Euro Strafe, plus mindestens sechs Wochen Führerschein-Entzug. Sechs Wochen! Das ist länger, als so mancher Skiurlaub dauert.
Warum so streng, Alpenrepublik?
Die Österreicher nehmen das „Leben und leben lassen“ ernst – aber nur, wenn du nicht über 50 km/h drüber bist. Überraschende Tatsache: In Österreich gilt auf Autobahnen keine generelle Richtgeschwindigkeit wie in Deutschland. Wer schneller als 130 fährt, ist immer ein Risiko. Und 50 km/h drüber? Da denkt die Polizei nicht: „Ach, der hat’s eilig.“ Die denkt: „Achtung, Formel-1-Pilot im VW Golf!“
Der teure Spaß mit dem Führerschein
Das lustigste (also tragischste) Detail: Für 50 km/h zu schnell auf der Autobahn wird dein Lappen nicht einfach weggenommen – er wird verschrottet. Du musst eine „Nachschulung“ machen, die sich anfühlt wie ein Theaterstück, bei dem du der einzige Zuschauer und gleichzeitig der Hauptdarsteller bist. Du sitzt da mit anderen „Sündern“, die alle Geschichten erzählen wie: „Ich musste nur mal kurz aufs Klo“ oder „Der Tacho war im Eifer des Gefechts ein bisschen optimistisch.“ Der Kursleiter schaut dich dann an, als hättest du versucht, den Großglockner im Schritttempo zu erklimmen.

Praktische Tipps für den nächsten Trip
Willst du nicht in die Verlegenheit kommen, 2.000 Euro zu zahlen und drei Monate zu Fuß zu gehen? Dann hier der Geheimtipp: Stell den Tempomat auf 130. Oder noch besser: Fahr wie ein Österreicher – das heißt, klebe auf der rechten Spur und genieße die Aussicht auf Kühe und Berge. Und wenn du doch mal schneller musst: Denk dran, dass die Radarkontrollen in Österreich so häufig sind wie Schnitzel in einem Wiener Wirtshaus. Die verstecken sich hinter Brücken, in Büschen und sogar in getarnten Baustellenfahrzeugen. Ja, die haben echt einen Blitzer im Bagger!
Also: Fahr nicht 50 km/h zu schnell, sonst wird aus deiner Urlaubskasse eine Strafkasse. Und glaub mir, das einzige, was dann noch schneller ist als dein Auto, ist die Geschwindigkeit, mit der dein Geldbeutel leerer wird.
