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Was Verdient Ein Bürgermeister In österreich


Was Verdient Ein Bürgermeister In österreich

Stell dir vor, du wachst morgens auf und dein Job ist es, dafür zu sorgen, dass die Müllabfuhr kommt, die Schulden nicht explodieren und der Bürgermeister-Empfang beim Erntedankfest nicht im Chaos endet. Klingt nach einem Haufen Arbeit, oder? Aber was verdient man eigentlich dafür? Die Antwort ist überraschender, als man denkt.

Keine Lottogewinne – aber auch kein Hungerlohn

Fangen wir mit der nackten Wahrheit an: Ein Bürgermeister in Österreich wird nicht reich. Das Gehalt hängt stark von der Größe der Gemeinde ab. In einem kleinen Dorf mit 500 Seelen verdient der Chef vielleicht nur ein paar hundert Euro im Monat – oft ist es ein reiner Ehrenamtsposten mit einer kleinen Aufwandsentschädigung. Der echte Lohn? Das Lächeln der Leute beim Maibaum-Aufstellen. Klingt kitschig, ist aber oft so.

„Ich habe mal einen Bürgermeister getroffen, der meinte: ‚Mein Gehalt ist das Gefühl, wenn die neue Brücke endlich fertig ist. Geld ist Nebensache.‘ Ich glaube ihm. Sonst würde er nicht jeden Samstag mit dem Traktor die Straßen kehren.“

Große Städte, große Scheine?

Erst in Städten ab 10.000 Einwohnern wird es richtig interessant. Da geht es dann um mehrere tausend Euro brutto im Monat. Ein Landeshauptmann-Gehalt ist natürlich eine andere Liga, aber für den normalen Bürgermeister einer Bezirkshauptstadt? Da sind 5.000 bis 8.000 Euro brutto möglich. Klingt viel? Bedenke: Dafür ist er 24/7 im Dienst. Um drei Uhr nachts klingelt das Telefon wegen eines Rohrbruchs. Oder weil die Krone einen Skandal wittert, weil der Maibaum schief steht.

Und hier kommt der Witz: Oft gibt es den größten Gehaltssprung nicht durch die Arbeit selbst, sondern durch die Funktion als Bürgermeister. Viele bleiben parallel ihrem Hauptberuf treu. Ein gelernter Bäcker oder Tischler regiert dann das Dorf – und backt nach der Gemeinderatssitzung noch schnell Brötchen fürs Frühstück. Das nenne ich mal Multitasking!

Der wahre Lohn: Lachgeschichten und Herzschmerz

Das Gehalt ist nämlich nicht alles. Ein Bürgermeister bekommt oft Dinge, die nicht auf dem Kontoauszug stehen. Zum Beispiel die Ehre, jedes Jahr die „Rosenkönigin“ zu küssen. Oder die Bürde, den schlechtesten Witz der Gemeinde beim Sommerfest erzählen zu müssen. Ein Freund von mir, selber Bürgermeister eines 300-Seelen-Nests, erzählte: „Mein höchster Lohn war, als eine alte Dame mir einen selbst gestrickten Pullover schenkte und sagte: ‚Weil Sie immer so freundlich lächeln, wenn ich mich über die kaputte Laterne beschwer.‘“

Wie viel verdient eigentlich ein Bürgermeister? Der Bundesländer
Wie viel verdient eigentlich ein Bürgermeister? Der Bundesländer

Dann gibt es die stillen Momente. Wenn die Gemeinde zusammensteht, weil jemand Krebs hat. Oder wenn ein junger Vater mit einem Problem kommt und der Bürgermeister ihm zuhört. Dafür gibt es keinen Tarifvertrag. Und das ist vielleicht das größte Geheimnis: Das Gehalt ist oft die Nebensache. Wer wirklich in die Politik geht, um reich zu werden, ist in Österreich schnell enttäuscht. Die Spesen sind gering, die Steuerlast hoch und die öffentliche Meinung oft scharf.

Das Herz der Sache

Am Ende des Tages ist die Antwort auf alles: Die Bürgermeister in Österreich sind meist ganz normale Menschen mit einem überdurchschnittlich großen Herzen (und manchmal einem überdurchschnittlich großen Terminkalender). Sie verdienen nicht das große Geld, aber dafür die große Verantwortung. Der wahre Wert? Vielleicht der Applaus bei der Eröffnung des neuen Kinderspielplatzes. Oder der stille Stolz, wenn die Feuerwehr wieder ein Schützenfest gerettet hat. Und wenn du das nächste Mal einen siehst, denk daran: Er macht das nicht nur fürs Gehalt. Sondern weil ero, wie man so schön sagt, seine Leut‘ im Herzen trägt. Und das ist manchmal mehr wert als jeder Euro.

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