Angabe Jahresgehalt Mit Oder Ohne Weihnachtsgeld
Stell dir vor: Du sitzt im Bewerbungsgespräch, alles läuft super, der Chef lächelt, und dann kommt die Frage nach dem Jahresgehalt. Dein Hirn: Piep, piep, Fehlermeldung: Weihnachtsgeld oder nicht? Keine Panik! Das ist kein Mathe-Abi, sondern der lustigste Teil – ein kleines Lotto, bei dem du den Jackpot knacken kannst.
Die Weihnachtsgeld-Falle: Wenn 12 Gehälter plötzlich 13 sind
Viele Chefs lieben es, den Fisch mit einem "Jahresgehalt inkl. Weihnachtsgeld" zu ködern. Das klingt erstmal nach Goldregen. Aber Vorsicht: Wenn du das Bruttojahresgehalt (also 12 Monate) nennst, und die Personalabteilung automatisch das Weihnachtsgeld draufpackt, hast du plötzlich einen Weihnachtsmann-Bonus – den du aber nicht bekommst. Stell dir vor, du bestellst einen Burger, und der Verkäufer denkt: "Ah, und noch eine Portion Pommes!" Du zahlst, aber isst nur den Burger. Nicht lustig, oder?
„Ich habe mal im Gespräch 45.000 Euro genannt – mit Weihnachtsgeld. Später stellte sich raus: Das war das komplette Jahresgehalt plus 13. Monatsgehalt. Ich hab also ein Jahr lang gearbeitet, und der Weihnachtsmann hat meinen Bonus in die eigene Kasse gesteckt.“ – Ken, 34
Die goldene Regel: XXL-Gehalt oder XXS-Päckchen?
Die Lösung ist so simpel wie ein Tannenbaum anzünden: Immer vorher fragen: "Meinen Sie das Bruttojahresgehalt inklusive aller Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld, oder das ohne?" Klingt nach Anwaltsdeutsch? Nein! Es ist dein persönliches Alarmglöckchen. Wenn der Chef sagt: "Ja, inklusive!", dann sagst du schnell: "Aha, dann nenne ich jetzt mein Wunschgehalt ohne den Glitzer." Denn nichts ist schlimmer, als im Dezember auf die Abrechnung zu schauen und zu merken: Da fehlt das Weihnachtsgeld, weil du es versehentlich in deine Zahlungsbereitschaft eingepreist hast.
So spielst du das Spiel: Einfach, frech, effektiv
Stell dir das Gehalt wie eine Pizzabestellung vor. Sag nie: "Ich nehme eine Pizza für 15 Euro." Sag: "Ich nehme die Pizza für 15 Euro, aber ohne die extra Salami (die heißt hier Weihnachtsgeld)." Oder besser: "Ich nehme die Pizza für 15 Euro, inklusive der extra Salami, aber dann soll die Salami am Ende nicht extra kosten." Kapiert? Hier das Patentrezept:

- Variante A (ohne Weihnachtsgeld): "Mein gewünschtes Bruttojahresgehalt ohne Sonderzahlungen liegt bei 50.000 Euro." – Das ist dein Basis-Burger. Dann kommt später vielleicht noch das Weihnachtsgeld als extra Käse drauf – geil!
- Variante B (mit Weihnachtsgeld): "Ich möchte ein Bruttojahresgehalt inklusive aller Sonderzahlungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) von 55.000 Euro." – Das ist der XXL-Burger. Aber Achtung: Wenn das Weihnachtsgeld dann 3.000 Euro sind, hast du nur 52.000 Euro Basis. Rechne vorher nach.
Das Geheimnis der Profis: Immer "gedanklich ohne" verhandeln
Die coolsten Gehaltsverhandler auf der Welt machen das so: Sie nennen zuerst eine Zahl ohne Weihnachtsgeld. So kannst du später, wenn der Vertrag kommt, mit breiter Brust sagen: "Aha, und wo bleibt der Bonus?" Der Chef denkt dann: "Boah, der hat mitgedacht!" Und du hast mehr Geld in der Tasche. Stell dir vor, du bekommst 12 Gehälter plus 1. Das macht 13 Monatsgehälter. Wenn du von Anfang an mit 13 rechnest, zahlst du quasi 12 Raten. Doof. Rechne lieber mit 12 und freu dich über Nr. 13 als Überraschungs-Geschenk.
„Ich habe meinen ersten Job genommen, weil das Jahresgehalt so großartig klang. 42.000 Euro! Wow. Dann las ich den Vertrag: 42.000 Euro inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Dezember war ich arm wie eine Kirchenmaus. Nie wieder!“ – Lisa, 27
Fazit: Das Weihnachtsgeld ist dein Party-Gast, nicht der Gastgeber
Also, lieber Gehaltsverhandler: Atme tief durch, lächle und frag klar nach. Du bist der Star dieser Show. Das Weihnachtsgeld ist wie der Glitzer auf dem Weihnachtsbaum – schön, aber es macht nicht den Baum aus. Nenne immer zuerst dein Basis-Jahresgehalt (ohne Glitzer) und lass die Extras als Sahnehäubchen draufkommen. Dann hast du am Ende des Jahres nicht nur eine volle Kasse, sondern auch ein Lächeln im Gesicht. Und falls du doch mal durcheinanderkommst: Sag einfach: „Chef, machen wir’s wie beim Glühwein – alles inklusive, aber die Tasse gehört mir!“ Prost!
